Letzte Möglichkeit auf Lehrschwimmbecken Stockum lebt - Das muss passieren, damit das Bad bleibt

Lehrschwimmbecken Stockum

Ist das Lehrschwimmbecken-Aus doch nicht besiegelt? Eine letzte Chance lebt - dafür hat sich die Politik eingesetzt. Jetzt muss schnell etwas passieren. Doch die Vorgaben sind strikt.

Werne, Stockum

, 10.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Letzte Möglichkeit auf Lehrschwimmbecken Stockum lebt - Das muss passieren, damit das Bad bleibt

Die letzte Hoffnung auf eine Zukunft für das Lehrschwimmbecken Stockum lebt. © Mario Bartlewski

Bleibt es oder bleibt es nicht? Die Frage um die Zukunft des Lehrschwimmbeckens in Stockum schwebt schon seit Monaten über der Stadt Werne. Immer wieder scheint ein Ende beschlossen. Doch nun gibt es noch eine allerletzte Möglichkeit auf eine Zukunft des Beckens.

In einem Antrag hat die FDP am Dienstagabend gefordert, dass die Stadt Werne externe Betreiber unterstützt und fördert, die den Weiterbetrieb des Lehrschwimmbeckens in Stockum übernehmen möchten.

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FDP-Fraktionsvorsitzende Claudia Lange hat dabei klare Vorstellungen, wie die Lehrschwimmbecken-Zukunft aussehen soll. Wichtig ist ihr, dass die Stadt für keine eventuellen Folgekosten aufkommen und dass es nicht durch die Stadt oder eine städtische GmbH betrieben werden muss. Auch eine Anschubfinanzierung und ein jährlicher Betriebskostenzuschuss sind ausgeschlossen.

Ein Antrag, der im Badbetriebsausschuss große Zustimmung erfuhr. „So ist es genau richtig“, sagte Ulrich Höltmann (SPD). „Wir haben immer gesagt, dass wir darüber sprechen können, wenn es einen externen Betreiber gibt.“

Die Zeit für die Inbetriebnahme des Lehrschwimmbeckens ist knapp

Auch die anderen Parteien stimmten zu. So auch die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne (UWW). „Wir haben uns das eigentlich anders vorgestellt, aber das ist die letzte Möglichkeit auf den Erhalt“, so Reinhard Stalz. Etwas skeptischer sieht hingegen die CDU den Antrag. „Wir sehen die Erfolgschancen sehr, sehr kritisch“, sagte Jürgen Regener. Dabei setzte sich gerade die CDU zuletzt für den Verbleib des Lehrschwimmbeckens ein. Zustimmung erhielt der FDP-Antrag letztlich jedoch von allen Ausschussmitgliedern. Doch die Zeit ist knapp.

Aktuell befindet sich das Lehrschwimmbecken in Stockum im Standby-Modus. Doch ein Dauerzustand ist das laut Frank Gründken, Leiter des städtischen Bäderbetriebs, nicht. Länger als ein halbes Jahr sollte das Bad nicht mehr in diesem Zustand bleiben.

Bis zum 30. März 2020 muss ein externer Betreiber die Hand heben und sich zur Übernahme des Lehrschwimmbeckens bekennen. Eine Eigentumsübertragung soll dabei zu einem symbolischen Preis vor der Sanierung erfolgen.

Dorfgemeinschaftshaus Horst als Vorbild

Ähnlich wie beim Dorfgemeinschaftshaus Horst hofft die Politik darauf, dass sich eine private Initiative gründet oder ein Investor zur Lehrschwimbecken-Übernahme findet. Auf Unterstützung kann ein möglicher externer Betreiber bereits zählen: Bei Bedarf sollen Fachkräfte der Natur-Solebad Werne GmbH oder der Stadt Werne kostenlos bei der morgendlichen Inbetriebnahme unterstützen. Außerdem könne die Stadt Fördergelder im Strukturpaket „soziale Integration im Quartier“ für den neuen Betreiber stellen, damit dieser die notwendigen Erhaltungsinvestitionen tätigen kann.

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