Laura, Karolin und Josephine sammeln Spenden

Als Sternsinger unterwegs

Die drei 15- und 16-jährigen Mädchen Laura, Karolin und Josephine pilgerten am Donnerstagvormittag als Heilige Drei Könige durch die Straßen. Sie sammelten Spenden für Kinder eines sozialen Projektes in Namibia. Wir haben sie auf ihrem Weg begleitet.

WERNE

von Von Nico Drimecker

, 05.01.2012, 20:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie gut, dass Lauras Mutter dem Trio einen Regenschirm brachte.

Wie gut, dass Lauras Mutter dem Trio einen Regenschirm brachte.

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Unterwegs mit den Sternsingern

05.01.2012
/
Bevor Pfarrdechant Klaus Martin Niesmann die Kinder und Jugendlichen aussendet, hält er einen Gottesdienst ab.© Foto: Nico Drimecker
Pfarrdechant Klaus Martin Niesmann bespricht mit Karolin (v.l.), Laura und Josephine, wo sie entlang laufen.© Foto: Nico Drimecker
Manche Werner haben die Sternsängerinnen bereits aus dem Fenster gesehen und erwartet.© Foto: Nico Drimecker
Schon nach kurzem fängt es ordentlich an zu regnen. Zum Glück gibt es Mütter, die noch einen Regenschirm vorbeibringen.© Foto: Nico Drimecker
Wer nicht zu Hause ist, erhält den Segensspruch auf einem Zettel.© Foto: Nico Drimecker
Bei dem Regen mussten sich Josephine, Karolin und Laura unterm Regenschirm Schutz suchen.© Foto: Nico Drimecker
Auch der Wind hat kräftig gepustet. Das Warten, ob die Haustür aufgeht, kann da schon anstrengend werden.© Foto: Nico Drimecker
Wer den Segensspruch erhalten möchte, dem kreidet Laura "20*C+M+B+12" an die Wand.© Foto: Nico Drimecker
Oft lassen Segenssprüche der vergangenen Jahre schon erahnen, ob die Tür aufgeht.© Foto: Nico Drimecker
Natürlich gibt es neben einer Spende auch oft etwas Süßes für die Sternsinger.© Foto: Nico Drimecker
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05.01.2012
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Bevor Pfarrdechant Klaus Martin Niesmann die Kinder und Jugendlichen aussendet, hält er einen Gottesdienst ab.© Foto: Nico Drimecker
Pfarrdechant Klaus Martin Niesmann bespricht mit Karolin (v.l.), Laura und Josephine, wo sie entlang laufen.© Foto: Nico Drimecker
Manche Werner haben die Sternsängerinnen bereits aus dem Fenster gesehen und erwartet.© Foto: Nico Drimecker
Schon nach kurzem fängt es ordentlich an zu regnen. Zum Glück gibt es Mütter, die noch einen Regenschirm vorbeibringen.© Foto: Nico Drimecker
Wer nicht zu Hause ist, erhält den Segensspruch auf einem Zettel.© Foto: Nico Drimecker
Bei dem Regen mussten sich Josephine, Karolin und Laura unterm Regenschirm Schutz suchen.© Foto: Nico Drimecker
Auch der Wind hat kräftig gepustet. Das Warten, ob die Haustür aufgeht, kann da schon anstrengend werden.© Foto: Nico Drimecker
Wer den Segensspruch erhalten möchte, dem kreidet Laura "20*C+M+B+12" an die Wand.© Foto: Nico Drimecker
Oft lassen Segenssprüche der vergangenen Jahre schon erahnen, ob die Tür aufgeht.© Foto: Nico Drimecker
Natürlich gibt es neben einer Spende auch oft etwas Süßes für die Sternsinger.© Foto: Nico Drimecker
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Josephine steckt einen Flyer über das Projekt sowie einen Zettel mit dem Segensspruch: 20*C+M+B+12 in den Briefkasten. „Damit die Leute wissen, dass wir da waren.“ So gibt es zwar kein Geld in die rote Metallkasse, aber die Hausbewohner erhalten trotzdem ihren Segen. Aus dem vierten Haus kommt die erste Rückmeldung – allerdings nur durch die Sprecheinrichtung. Eine Männerstimme fragt, wer da sei. „Die Sternsinger“, ruft Laura. Der Mann klingt erschöpft: „Ich bin krank, tut mir leid.“

Zum elften Mal sammeln Laura und Karolin als Sternsinger Spenden. Damit gehören sie zu den Erfahrensten. Josephine macht zum zweiten Mal mit. „Weil’s Spaß macht“, sagt sie. Ihre Freundin Karolin hat sie dazu gebracht. Sie alle wollen „etwas Gutes tun“. Und, sagt die 15-jährige Laura, „man lernt nette Menschen kennen“. Ein netter Mensch öffnet am fünften Haus die Tür. Eine ältere Dame, mit Kleinkind auf dem Arm. Die Treppenstufe wird nun zur Bühne. Laura sagt: „Wir Sternsinger grüßen alle Menschen in diesem Haus und bringen ihnen den Frieden Christi.“

Dann beginnen die Mädchen, einen Vierzeiler zu singen: „Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg...“ Josephine spricht weiter: „Wir bringen Ihnen den Segen Gottes.“ Und Karolin erklärt: „Klopft an Türen, pocht auf Rechte! So lautet das Motto in diesem Jahr.“ Auch, für wen sie sammeln, verrät sie, bevor alle drei einen weiteren Vierzeiler im Chor singen. Die Dame freut sich, bedankt sich und verschwindet ins Haus, um eine Spende zu holen. Mit Kreide schreibt Laura auf die roten Backsteine den Segensspruch – über die sechs verblassten Segenssprüche aus vergangenen Jahren. 20 Euro steckt die Dame in die Kasse von Karolin, Josephine drückt sie zwei Tafeln Schokolade in die Hand.

Der erste Erfolg motiviert. Doch es fängt an zu regnen. Zum Glück gibt es Mütter wie die von Laura, die auch so etwas wie einen Segen bringt: einen Regenschirm. Eng rücken die Mädchen zusammen und gehen weiter, während es lauter und härter auf den Schirm prasselt. Am nächsten Haus hat die Dame die Segensbringerinnen bereits erwartet. „Ich hab’ euch schon gesehen“, sagt sie strahlend. Mit dem Regen kommt eine Glückssträhne. Immer häufiger können die drei ihr Lied vortragen, einen Segensspruch hinterlassen, eine Spende mitnehmen und ein fröhliches Lächeln ernten. Das mehrfache Angebot, sich im Trockenen aufzuwärmen, schlagen Laura, Karolin und Josephine aus. Schließlich wollen sie den Segen Gottes in die Häuser tragen.

Es gibt auch nette Menschen, die nicht spenden. „Bitte nicht“, sagt ein Mann bloß und wünscht, im Regen, viel Spaß. Ein anderer, der vor der Haustür steht, winkt gleich ab. Spendenfreundlicher sind an diesem ersten Tag Damen und Ehepaare. Laura, Karolin und Josephine sammeln weiter. Bei Wind, bei Regen. Auch heute noch und morgen.  

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