Kontaktverbot wegen Coronavirus: Einhaltung ist für Polizei und Co. schwer zu kontrollieren

dzCoronavirus in Werne

Regelmäßige Kontrollen zum Kontaktverbot in Werne: Ordnungsamt, Polizei und Sicherheitsdienst überprüfen, ob sich die Bürger an die Regeln im Kampf gegen das Coronavirus halten. Keine leichte Aufgabe.

Werne

, 24.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die neuen, strengen Regeln im Kampf gegen das Coronavirus gelten seit Montag, 23. März. Mit mehr als einer anderen Person - außer Familienmitglieder - darf man nicht mehr in Kontakt stehen. Das strikte Kontaktverbot soll im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus helfen.

Die neuen Regeln zu kontrollieren, ist nun Aufgabe der städtischen Ordnungsämter. In Werne sind hier mittlerweile 17 Mitarbeiter im Einsatz. Auch aus anderen Abteilungen haben sich Mitarbeiter bereit erklärt, mit „auf Streife“ zu gehen, um zu kontrollieren, ob sich die Werner an das Kontaktverbot halten.

Kontrollen von Stadt Werne, Polizei und Sicherheitsdienst

Sie werden unterstützt von der Polizei und einem privaten Sicherheitsdienst. Und die Kontrollen sind nicht einfach, wie Christian Stein, Pressesprecher der Polizei des Kreises Unna, erklärt. Denn wie für viele andere Einsatzbereiche der Beamten gilt auch hier: Man kann nicht überall kontrollieren.

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Deshalb appelliert Stein auch an die Bürger: „Wir sind auf Hinweise angewiesen. Wenn man größere Menschenansammlungen sieht oder Kinder und Jugendliche auf einem eigentlich abgesperrten Spielplatz zu sehen sind, dann soll man bitte das zuständige Ordnungsamt oder die Polizei verständigen.“ Vor allem seien es Jugendliche, die sich nicht an das Verbot halten, teilt die Polizei mit. Deshalb sollten auch Eltern ihre Kinder auf den Ernst der Lage hinweisen, appelliert die Polizei.

Regelmäßige Kontrollen in Werne

An verschiedenen prägnanten Orten in Werne sei man nun verstärkt und regelmäßig im Einsatz, so Stein weiter. Wer sich dann nicht an das Kontaktverbot im Kampf gegen das Coronavirus hält, kann sogar mit einem Bußgeld rechnen.

Die Landesregierung hält die Behörden an, ein Bußgeld von mindestens 200 Euro zu verhängen. Dabei geht es darum, die Uneinsichtigen zu bestrafen. In erster Linie wolle man vor allem im direkten Gespräch auf das Kontaktverbot hinweisen und an die Vernunft der Bürger appellieren, so Christian Stein.

Werner halten sich an Regeln rund um Coronavirus

Bislang haben sich die Werner Bürger aber weitestgehend an das Kontaktverbot gehalten. Diesen Eindruck bestätigen sowohl die Kreispolizeibehörde als auch die Verantwortlichen aus dem Ordnungsamt der Stadt Werne. „Alle gehen sehr verantwortungsbewusst mit der Situation und den Regeln um“, erklärt Frank Gründken, Dezernent Innere Verwaltung.

Bislang musste die Polizei lediglich drei Platzverweise aussprechen. Mehrere Kinder hatten sich am Samstagabend, 21. März, auf dem Schulhof der Wiehagenschule aufgehalten. Und da galt noch nicht einmal das strenge Kontaktverbot, sondern das Verbot von Menschenansammlungen.

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Kontakt Bürgerbüro der Stadt Werne, Tel. (02389) 71-333 oder Polizei des Kreises Unna, Tel. (02303) 9210.


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