Kita unter dem Regenbogen wird nach Wasserschaden abgerissen – So geht es weiter

Kitas in Werne

Ein Wasserschaden hat die Kita unter dem Regenbogen 2017 lahmgelegt. Viel wurde geredet, doch wenig ist passiert. Jetzt gibt es eine Lösung – doch zunächst müssen die Kinder ausweichen.

Werne

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Kita unter dem Regenbogen wird nach Wasserschaden abgerissen – So geht es weiter

Wegen eines Wasserschadens ist die Kita unter dem Regenbogen nicht mehr nutzbar. Sie muss abgerissen werden. © Daniel Claeßen (Archiv)

Es waren traurige Bilder, als ein Wasserschaden die Kita unter dem Regenbogen am Ostring im November 2017 komplett lahmlegte: Wasser machte sich unter dem Fußboden breit und Holzständerwerke waren vermodert. Seitdem geht dort nichts mehr – doch das soll sich nun ändern.

„Wir müssen die Reißleine ziehen und handeln, weil es sonst nicht mehr vermittelbar ist“, sagt Dr. Tilman Walther-Sollich, kommissarischer Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hamm. Bedeutet ganz konkret: Das beschädigte Kita-Gebäude soll abgerissen und komplett neu aufgebaut werden.

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Eine Sanierung des 40 Jahre alten Kitagebäudes am Ostring haben Stadt, Kirchengemeinde und Kirchenkreis überprüfen lassen. „Doch das hätte erhebliche bauliche und finanzielle Risiken mit sich gebracht“, so Walther-Sollich.

Bis Ende 2020 könnte der Neubau bereits am Ostring stehen. Dafür sollen so schnell wie möglich die Abrissbagger anrollen. Wann genau, ist bislang allerdings noch nicht klar. Zunächst muss ein Investor gefunden werden. Gespräche laufen bereits, doch verkünden könne man noch nichts, so Walther-Sollich.

Drei Gruppen an anderen Standorten

Bis das neue Gebäude der Kita unter dem Regenbogen fertiggestellt ist, müssen die Kinder weiter ausweichen. Eine U3-Gruppe gibt es im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum sowie zwei größere Gruppen mit Kindern ab zwei Jahren in der ehemaligen Barbaraschule.

„Für uns ist wichtig, dass jetzt allen klar ist, wo wir hinwollen und dass wir jetzt mit diesem Projekt loslegen“, so Walther-Sollich. Genau das ist auch nötig, denn Kinder, Eltern und auch Betreuer werden seit dem Wasserschaden auf eine Geduldsprobe gestellt.

Eltern haben große Erwartungen

„Auch bei uns ist angekommen, dass die Eltern eine bestimmte Erwartungshaltung haben“, sagt Jugenddezernent Alexander Ruhe. „Wir versuchen, beratend zu helfen.“

Trotz eines Investors kommen auf die Stadt Werne jährlich Mehrkosten in Höhe von 15.000 Euro zu, die laut Ruhe nicht vermeidebar waren. Bei anderen Konzepten wären die Kosten sogar höher gewesen.

Wie viel der Neubau der Kita unter dem Regenbogen in Werne kostet, ist noch nicht absehbar. Geht es nach den Vorgaben des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, nach dessen Richtlinien die Kita gebaut werden soll, sei eine dreizügige Kita wie diese nicht für weniger als 2 Millionen Euro zu bauen.

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