Kinobetreiber in Werne hoffen Wiedereröffnung Mitte Juni zu halten

dzCinema Center

Das Capitol Cinema Center in Werne will bald wieder Blockbuster auf der großen Leinwand im zeigen. Ob der angepeilte Start des Kinos am 18. Juni klappt, hängt von mehreren Faktoren ab.

Werne

, 14.06.2020, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angepeilt hatten die Inhaber des Capitol Cinema Center in Werne ihre Wiedereröffnung für Mitte Juni. „Bis jetzt versuchen wir noch, dass das am 18. Juni klappt“, sagt Wido Wagner am Freitag (12. Juni) auf Anfrage unserer Redaktion.

Eigentlich hätte es auch schon früher wieder losgehen können, denn die Kinos in NRW dürfen seit dem 30. Mai wieder öffnen. Man habe im Kino in Werne die Eröffnung aber nicht überstürzen wollen.

Auch „weil die Konzepte sich ja ständig ändern“, so Wagner weiter. Wie viele Besucher dürfen in einen Saal? Müssen die während der gesamten Vorstellung Masken tragen? Wie und wo sollen die Kontaktdaten erhoben und gespeichert werden? Viele Fragen, mit denen die Kinobetreiber in Werne sich auseinandersetzen mussten und müssen. Ein Defekt des Projektors, der noch repariert werden muss, komme oben drauf.

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Sicherheit für Besucher und Mitarbeiter hat Priorität

Besonders wichtig ist Wagner aber, „dass jeder sich sicher fühlt“. Das gelte für Besucher und für Mitarbeiter gleichermaßen. Der Kinobesuch soll schließlich Spaß machen, trotz Corona-Pandemie im Hinterkopf.

Im Notfall werde die Eröffnung um eine weitere Woche verschoben. Solange können Kunden weiter Nachos und Popcorn vom Kino abholen. Ob und wie das nach der Eröffnung noch geht, müssen die Kinobetreiber noch schauen.

Eine Maskenpflicht am Sitzplatz etwa, hält Wagner für wenig sinnvoll. Einerseits aus Sicht der Besucher, für die eine mehrstündige Filmvorführung so sicher kein Genuss wird. Andererseits, weil die Besucher während der Vorstellung ohnehin wenig (am besten gar nicht, Anm. d. Red.) miteinander reden, alle nach vorne auf die Leinwand schauen und sich nicht gegenüber sitzen und im Kino mit einem Zu- und Abluftsystem der konstante Luftaustausch sowieso gewährleistet ist.

Andererseits gelte es zu verhindern, dass es im Kino zu Infektionen komme. Weder bei Besuchern, noch bei Mitarbeitern - auch mit Blick auf die nahe Zukunft. „Wir hätten nichts davon, wenn wir im September wieder schließen müssten, weil es eine zweite Welle gibt“, so Wagner. Im Herbst beginnt die Kinosaison.

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Ticketverkauf in Netz und Besucherströme kontrollieren

Ein Konzept, wie genau der Kinobesuch an der Münsterstraße ab dem 18. Juni ablaufen soll, müssen die Kino-Betreiber der Stadt Werne noch vorlegen. Darin geht es auch um die digitale Erfassung und automatische Löschung (nach vier Wochen) der Kundendaten. Möglich machen soll das das bereits bestehende Kassensystem.

Tickets müssen dann via Internet gekauft werden. Den Betreibern vertraut Wagner, man arbeite seit Jahren gut zusammen.

Zunächst werden auch nur in einem Saal Filme gezeigt. Zwischen jeder Sitzreihe bleibt dabei eine Reihe frei. 50 Personen können so in einer Vorstellung einen Film anschauen. Nach Ende der Vorstellung sollen sie das Kino durch den Notausgang verlassen, um Begegnungsverkehr auf den Gängen zu vermeiden.

Mit steigender Erfahrung will Wagner dann überlegen, ob weitere Säle öffnen können. Mit versetzten Startzeiten, damit auch hier der Kontakt zwischen Gästen so klein wie möglich gehalten wird.

Unklar ist weiterhin auch, welche Filme es im Kino zu sehen geben wird. Neue zunächst einmal jedenfalls nicht. Die Starts aktueller Blockbuster, wie etwa des neuen James-Bond-Films, wurden wegen der Corona-Pandemie verlegt.

Das allein ist aber nicht das Problem. „Bevor ein Film in die Kinos kommt, wird er von den Verleihern erst einmal mindestens sechs Wochen lang beworben“, so Wagner. Weil das wegen der schwer überschaubaren Lage in den vergangenen Monaten kaum, bzw. nicht möglich war, wird es zumindest kurzfristig keine ganz neuen Filme in den Kinos geben.

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