So will die Stadt Werne Kinder künftig besser schützen

Hilfe für Kinder

Kinder brauchen Hilfe und Unterstützung - nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von ihrer Umgebung. Die Stadt Werne möchte neue Wege gehen, um Kinder künftig besser zu schützen.

Werne

, 17.06.2019 / Lesedauer: 2 min
So will die Stadt Werne Kinder künftig besser schützen

Die Stadt Werne will sich noch mehr für den Schutz von Kindern einsetzen. © dpa

Den Schutz von Kindern noch besser gewährleisten: Das ist eine der obersten Prämissen der Stadt Werne. Dafür geht sie nun den nächsten Schritt und plant einen externen Krisendienst für Notfallsituation. Rund um die Uhr können Kinder, aber auch Personen, die eine Kindeswohlgefährdung melden wollen, dort anrufen.

„Damit machen wir einen großen Qualitätssprung“, sagte Maik Rolefs von der Stadt Werne, im Jugendhilfeausschuss und Aussschuss für Familien. Auch außerhalb der Dienstzeiten des Jugendamtes soll dadurch eine sichere telefonische Erreichbarkeit gewährleistet werden.

Weiterer Baustein für einen effektiven Kinderschutz in Werne

„Das ist ein weiterer Baustein für einen effektiven Kinderschutz in der Stadt Werne“, sagte Rolefs. Nötig sei das, weil die Probleme vielschichtiger würden und schnelles Handeln unerlässlich sei.

Ein Jahr lang möchte die Stadt Werne ausprobieren, wie gut die Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter funktioniert und plant dafür 22.500 Euro ein. „Im Anschluss schauen wir, wo wir finanziell stehen und wie zufrieden beide Seiten sind“, sagte Jugenddezernent Alexander Ruhe.

Nachbarkommunen sind schon einen Schritt voraus

Der Jugendhilfeausschuss und Ausschuss für Familien der Stadt Werne hat für die Zusammenarbeit grünes Licht gegeben. Damit zieht Werne mit seinen Nachbarkommunen gleichauf. So setzen Selm und Co. bereits seit Jahren auf einen externen Anbieter für Rufbereitschaft.

Eine Alternative zum externen Anbieter wäre die interne Rufbereitschaft beim Jugendamt gewesen, die allerdings voraussichtlich erheblich teurer gewesen wäre als die nun kalkulierten 22.500 Euro.

Ordnungsamt muss nicht selbst ausrücken

Die seit Jahren geleistete Arbeit des Ordnungsamts, familiäre Krisensituationen auch mit Blick auf Kindeswohlaspekte zu beurteilen, und junge Menschen in die Schutzstellen zu bringen, sei in besonderem Maße zu würdigen, erklärte Rolefs.

„Es entspricht jedoch weder dem Auftrag noch der Qualifikation des Ordnungsamtes, die Gefährdungseinschätzungen von möglichen Kindeswohlgefährdungen durchzuführen“, so Rolefs.

Zukünftig würden die Kollegen des Ordnungsamtes bei Meldungen zur Gefährdung des Kindeswohls den externen Anbieter verständigen und müssten nicht selbst ausrücken.

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