Kind (8) unter schweren Heuballen eingeklemmt - leicht verletzt

Feuerwehr in Werne-Stockum

Zu einem nervenaufreibenden und kräftezehrenden Einsatz rückte die Feuerwehr aus. Ein Junge war unter großen Heuballen eingeklemmt. Er zog sich leichte Verletzungen zu.

Werne

, 21.04.2021, 08:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wohl beim Spielen geriet der Junge zwischen die Ballen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Seine Kumpel riefen die Feuerwehr.

Wohl beim Spielen geriet der Junge zwischen die Ballen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Seine Kumpel riefen die Feuerwehr. © Feuerwehr Werne

Am Dienstagabend, 20. April 2021, rückten um 17.41 Uhr der Löschzug 3 aus Stockum sowie der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne aus. Das alarmierende Stichwort der Alarmmeldung lautete: „TH_PERSON_KLEMMT - Kind mit Bein unter großen Strohballen eingeklemmt / Strohballen drohen auf das Kind zu fallen“.

Die Wehrleute eilten zu einem Heuunterstand auf einem Feld am Werthweg in Stockum. Ein Junge ist vermutlich beim Spielen mit seinen Freunden in einen Zwischenraum mehrerer übereinander gestapelter sogenannter Quaderballen gefallen. Diese bis zu 280kg schweren Heuquader waren ca. 2,80 Meter hoch unter einem Heu-Unterstand gelagert.

Diese bis zu 280kg schweren Heuquader waren ca. 2,80 Meter hoch unter einem Heu-Unterstand in Stockum gelagert.

Diese bis zu 280kg schweren Heuquader waren ca. 2,80 Meter hoch unter einem Heu-Unterstand in Stockum gelagert. © Feuerwehr Werne

Da sich der achtjährige Junge aufgrund der Enge nicht selbst befreien konnte und mit den Beinen im Zwischenraum eingeklemmt war, alarmierte ein Freund daraufhin die Feuerwehr. Bei diesem Einsatzstichwort wird grundsätzlich ein zweiter Hydraulischer Rettungssatz zur Einsatzstelle beordert, so dass sich ebenfalls auch der Löschzug 1 auf den Weg zur Einsatzstelle nach Stockum machte.

Der zeitgleich mit der Feuerwehr aus Stockum eintreffende Rettungsdienst aus Werne konnte sofort die Betreuung des Jungen übernehmen. Vorsichtig verschaffte man sich von oben Zugang zum Jungen und stelle so den Kontakt her.

Da der Notarztwagen aus Werne unterwegs war, riefen die Retter den Hubschrauber aus Lünen zur Hilfe.

Da der Notarztwagen aus Werne unterwegs war, riefen die Retter den Hubschrauber aus Lünen zur Hilfe. © Feuerwehr Werne

Da der Notarzt aus Werne noch in einem anderen Einsatz gebunden war, wurde ein Notarzt durch den Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen zur Einsatzstelle eingeflogen. Der Einsatzleiter und stellvertretende Leiter der Wehr, Jörg Mehringskötter, koordinierte vor Ort die Rettungsarbeiten.

Vorsichtig bewegten mehrere Einsatzkräfte per Muskelkraft die ca. 280kg schweren Quaderheuballen. Bei einem letzten Quader wurde das Pressengarn aufgeschnitten und der Junge händisch vom Heu freigelegt. Mittels eines sogenannten Spineboards konnte der Junge gerettet und an den Rettungsdienst aus Werne übergeben werden.

Der Junge kam ins Krankenhaus

Der Junge wurde vor Ort untersucht. Da er sich leichte Verletzungen zugezogen hatte, brachte ihn ein Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus. Da der Kräfteansatz ausreichend und die Art der Rettung erfolgreich war, konnte zwischenzeitlich der Einsatzleiter die sich sicherheitshalber im Bereitstellungsraum gesammelten Einsatzkräfte wieder entlassen.

Der zeitgleich mit der Feuerwehr aus Stockum eintreffende Rettungsdienst aus Werne, konnte sofort die Betreuung des Jungen übernehmen. Vorsichtig verschaffte man sich von oben Zugang zum Jungen und stelle so den Erstkontakt her.

Der zeitgleich mit der Feuerwehr aus Stockum eintreffende Rettungsdienst aus Werne, konnte sofort die Betreuung des Jungen übernehmen. Vorsichtig verschaffte man sich von oben Zugang zum Jungen und stelle so den Erstkontakt her. © Feuerwehr Werne

Die Einsatzfahrzeuge traten daraufhin die Rückfahrt an. Ebenso wurden die unverletzten Beteiligten durch Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes betreut. Einsatzende für die freiwilligen Einsatzkräfte konnte der Kreisrettungsleitstelle in Unna um 18.40 Uhr über Funk gemeldet werden.

Im Einsatz waren 28 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Werne mit acht Fahrzeugen, der Rettungsdienst Werne, der Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen, der Notarzt aus Werne sowie die Polizei.

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