Vereine in Werne

Kein Traditionsumzug in Werne ohne ehrenamtliche Ordner: Profis sollen unterstützen

Ob Schützenfestumzug, Martinsumzug oder Prozession - seit 2018 müssen die Veranstalter selbst für Ordner für die Begleitung der Umzüge sorgen. Künftig sollen Profis bei der Umsetzung helfen.
Seit 2018 müssen die Vereine selbst Ordner für ihre Umzüge, wie hier an Rosenmontag 2020, stellen. Dafür soll es künftig Unterstützung von Experten geben. © Jörg Heckenkamp (A)

Wer einen Umzug auf einer Straße in Werne veranstalten will, muss seit 2018 neue Richtlinien beachten. Demnach muss der Veranstalter selbst für den Begleitschutz sorgen. Die Kreispolizeibehörde gab die neue Auflage seinerzeit an die Behörden und damit an die Vereine und Institutionen, die einen Umzug veranstalten, weiter.

Aus personellen Gründen habe man die Aufgabe abgegeben, begründete der einstige Pressesprecher, Thomas Röwekamp, die Entscheidung. Seitdem gilt: Pro 50 Umzugsteilnehmer muss ein Ordner mitgehen. Diese müssen selbst von den Veranstaltern gestellt werden. Und dafür sollen die Vereine und Institutionen künftig Hilfe bekommen.

Unterstützung für Vereine

Der Wunsch, den die CDU-Ratsfraktion vorstellte, fand nun im Ausschuss für Kultur, Partnerschaften, Stadtmarketing und Brauchtumspflege am Dienstag, 8. Juni, Anklang.

„Wir möchten nicht, dass solche Umzüge ausfallen müssen, weil man die Ordner nicht stellen kann. Deshalb muss das Ganze professionell begleitet werden. Wir möchten, dass die Stadt etwas organisiert, sodass Experten von der Stadt und aus Vereinen die Ehrenamtler unterstützen“, erklärte Rolf Weißner. Zunächst einmal würde es darum gehen, ein Konzept aufzustellen, wie die Experten in die Begleitung von Brauchtumsumzügen mit eingebunden werden könnten.

Stadt Werne könnte personell Schwierigkeiten bekommen

Jugend- und Schuldezernent Alexander Ruhe erklärte daraufhin, dass man schauen müsste, inwiefern Bedarf besteht und in welchem Umfang und für welche Kosten städtisches Personal Abhilfe schaffen könnte. Barbara Börste (Grüne) äußerte Bedenken: „Es geht um ein Minimum von 40 Stunden pro Umzug. Da wird die Stadt personell Schwierigkeiten bekommen.“ Dass zunächst ein Konzept erstellt werden soll, begrüßte sie aber.

Daraus soll laut dem CDU-Antrag hervorgehen, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt zur Absicherung und Begleitung der Umzüge eingebunden werden können, welche Anreizsysteme man schaffen kann und wie eine Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern und anderen Akteuren etwa vom Deutschen Roten Kreuz oder Technischem Hilfswerk Werne erreicht werden kann.

Schulung von Ordnern

„Es geht darum, die Ordner zu schulen“, erklärte Wilhelm Jasperneite, Fraktionsvorsitzender der CDU und Ausschussvorsitzender abschließend. Die Expertise, solche Schulungen durchzuführen, habe man in der Stadtverwaltung, versicherte Alexander Ruhe.

Seit 2018 müssen Veranstalter, etwa Schützenvereine, selbst Ordner für ihre Umzüge stellen. Zudem muss jeweils am Anfang und am Ende des Umzugs ein Fahrzeug mitfahren. Die Fahrzeuge müssen mit einer Rundumleuchte ausgestattet sein, die die Stadt den Veranstaltern ausleihen kann.

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.