Karl Pollender gründete vor 50 Jahren das Stadtmuseum

Jubiläum

Karl Pollender, Gründer des Werner Museums, ist vielen Bürgern ein Begriff. Besonders manche aus den älteren Generationen kannten ihn noch persönlich. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seines Lebenswerkes trafen sich Interessierte am Montag in der Westfälischen Stube, um mehr über ihn zu erfahren.

WERNE

von Von Justine Winkler

, 14.02.2012, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Zeitzeugen" berichteten über ihre Begegnungen mit Pollender.

"Zeitzeugen" berichteten über ihre Begegnungen mit Pollender.

„In seinen ersten Jahren als Lehrer wurde Pollender praktisch von einer Dorfschule zur nächsten geschickt. Erst Anfang der 40er Jahre kam er nach Werne. Er unterrichtete auf der damaligen Mittelschule die Fächer Biologie, Erdkunde und Werken“, erzählte Heidelore Fertig-Möller. „Nachdem sein einziger Sohn an Diphtherie gestorben war, stürzte er sich geradezu in die Arbeit als Heimatkundler. Er fing an, alles zu sammeln.“ Einer der Anwesenden, ein ehemaliger Schüler Pollenders, hatte dazu noch eine Anekdote auf Lager: „Wenn wir einmal keinen Unterricht mehr machen wollten, mussten wir nur sagen, wir haben etwas in den Lippewiesen gefunden. Sofort war der Unterricht beendet und wir gingen dorthin, um nach anderen Gegenständen zu suchen.“

Allmählich wuchs Pollenders Wunsch, ein Heimatmuseum zu gründen. 1962 konnte er ihn sich erfüllen. In zwei Kammern des ehemaligen Homannschen Hauses richtete er ein kleines Museum ein. Zehn Jahre später gab es nicht nur das Jubiläum zu feiern: Pollender, nun im Ruhestand, hatte das ganze Erdgeschoss zur Verfügung. Und er war stets auf der Suche nach neuen Ausstellungsstücken.Im Jahr 1980 starb Karl Pollender. Über eines waren sich alle Anwesenden des Vortrags einig: „Er wäre stolz, wenn er sein Museum heute sehen würde.“

Lesen Sie jetzt