Kapuzinerkloster in Werne

Kapuzinerbrüder in Werne trauern um verstorbenen Pater Flavian

Am Morgen des Dienstag (24. November) ist Pater Flavian (Otto Franz) Ascher in Deggingen verstorben. Er war von 1967 bis 1977 in Werne und hat mit Gertraude Göhler die ABC-Gruppe, die nicht mehr existiert, gegründet.
Pater Flavian. Wallfahrtsbüro Ave Maria © Wallfahrtsbüro Ave Maria Degging

Pater Flavian, mit Taufnamen Otto Franz, ist am Dienstag (24. November) in Deggingen verstorben. Pater Flavian wurde am 4. März 1935 in Sternberg im Sudetenland geboren. 1951 erschütterte ein schwerer Schicksalsschlag sein Leben: Mutter und Vater starben innerhalb kurzer Zeit beide an Krebs. Das Gebet war für den 16-Jährigen bereits damals eine große Kraftquelle und als Waise weihte er sich der Muttergottes, der er sich zeitlebens verbunden fühlte.

Im selben Jahr begegnete er beim Gebet in der Konradkapelle in Waldkappel einem Kapuziner, der ihn für den Orden gewann. Am 17. September 1961 band er sich für immer an den Orden und wurde am 24. August 1963 in Münster zum Priester geweiht.

Religionslehrer und Krankenseelsorger

Pastorale Erfahrungen sammelte er zunächst in Krefeld. 1967 wechselte er als Religionslehrer und Krankenseelsorger nach Werne an der Lippe. Vielleicht war es das eigene Lebensschicksal, das ihn an allen Orten besonders für die Alten und Kranken da sein lies. Von 1968 bis 1977 war er dort als Guardian verantwortlich für die Hausgemeinschaft. Nach zwei weiteren Wohnorten fand er 1992 schließlich in Deggingen seine neue Heimat.

Unter den Mitbrüdern nannte man ihn immer wieder „den guten Pater Flavian“ und griff damit ein positives Urteil auf, das viele Menschen von diesem geduldigen und einfühlsamen Ordensmann hatten. Besonders sein Einsatz für die Alten und Kranken wurde sehr geschätzt.

„Im Frühling dieses Jahres erschien sein Büchlein „Pater Flavian erzählt“ – und er hatte viel zu erzählen von einem Gott, der ihn sicher durch ein bewegtes Leben geführt hat und bei dem wir ihn nun wunderbar geborgen wissen dürfen“, heißt es im Nachruf der Brüder der Deutschen Kapuzinerprovinz.

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