Ivan Saric (33) ist seit April 2019 Standortleiter und seit April 2020 Geschäftsführer in Werne. Vor zehn Jahren begann alles als Übergangslösung und mit „echtem Start-Up-Charakter“. Zehn Jahre nach dem Start des Online-Versandhändlers in Werne arbeiten nun 1900 Mitarbeiter aus gut 80 Nationen im Logistikzentrum. © Jörg Heckenkamp (A)
Wirtschaft in Werne

Kalender statt Klopapier: Beliebte Artikel im Weihnachtsgeschäft bei Amazon

Das Weihnachtsgeschäft im Logistikzentrum von Amazon in Werne ist in vollem Gange. Vor allem im Corona-Jahr nehmen die Bestellungen deutlich zu. Und die Nachfrage nach ganz bestimmten Artikeln.

Mit den Black-Friday-Angeboten, die es Ende November gab, hat auch der Online-Versandhändler Amazon traditionell sein Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Einige hundert zusätzliche Saisonmitarbeiter helfen nun auch im Logistikzentrum in Werne mit, um die Vielzahl der Bestellungen – gerade in der Corona-Zeit – abwickeln zu können. „Rund um Weihnachten wird es auch artikelmäßig weihnachtlich in den Logistikzentren“, sagt Wernes Standortleiter Ivan Saric.

Das ist an ganz bestimmten Artikeln, die jetzt verstärkt nachgefragt werden, sichtbar. So waren kürzlich noch Adventskalender begehrt. Und zwar in vielen verschiedenen Variationen: klassisch aus Schokolade oder ausgefallen mit Bier oder Werkzeug gefüllt.

„Erfahrungsgemäß wird in den nächsten Tagen und Wochen Spielzeug wie Lego, Duplo und Playmobil gefragt sein. Aber auch Werkzeug und Technikartikel wie Fernseher gehen erfahrungsgemäß gut“, prognostiziert Ivan Saric im Weihnachtsgeschäft, das traditionell die wichtigste Zeit des Jahres mit dem größten Bestellvolumen bildet. Die Teams seien sehr gut vorbereitet auf die steigenden Bestellungen der Kunden.

Noch keine Bestellfristen für Weihnachten bei Amazon

Wann muss denn spätestens eine Bestellung bei Amazon eingehen, damit das Weihnachtsgeschenk noch rechtzeitig unter dem Tannenbaum liegen kann? „Wir haben noch keine Bestellfristen für Weihnachten kommuniziert, hierzu ist es noch zu früh. Grundsätzlich sehen Kunden das Lieferdatum auf der jeweiligen Artikelseite“, erklärt Ivan Saric.

Das gilt auch für Artikel, die in der Vergangenheit bei Amazon aufgrund der Corona-Krise beliebt waren: „In der ersten Lockdown-Phase im März haben wir gesehen, dass Dinge des täglichen Bedarfs nachgefragt waren. Dazu zählten unter anderem Konserven, Hygieneartikel und Kaffee.“

Daraufhin habe man den Warenein- und ausgang entsprechend so geändert, dass diese Artikel vorrangig aus dem Logistikzentrum in Werne an die Kunden verschickt wurden. „Dies war nach dem Ende der ersten Lockdown-Phase allerdings nicht mehr nötig.“ Mittlerweile ist wieder die typische Lage und Nachfrage bei Amazon in Werne, das in diesem Jahr seit zehn Jahren besteht, zu erkennen. „Jetzt sehen wir ein normales Geschäft bzw. Weihnachtsgeschäft. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Geschäfte und der Einzelhandel normal geöffnet haben“, sagt Standortleiter Ivan Saric.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
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