Jazzy Christmas bot dieses Mal auch ein Weihnachtslied aus Hawaii

dzKonzert

Für Kurator Hartmut Marks gehörte es schon zur guten alten Tradition, zum 31. Mal am 2. Weihnachtstag im Alten Rathaus ein ganz besonderes Konzert unter dem Motto Jazzy Christmas anzubieten.

Werne

, 27.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum dritten Mal konnte Marx bei Jazzy Christmas die Climax Band Cologne ankündigen. Und erstmals konnte er den Kunstverein Werne als Mitveranstalter ins Boot holen.

„Wir spielen Ihnen heute Traditionals und Ungewöhnliches“, stellte Bandleader Klaus Wegener gleich zu Anfang fest. Das instrumentale Potenzial mit drei Bläsern, Klavier, Schlagzeug und Bassgitarre ließ schon die große Bandbreite vermuten.

Kurator Hartmut Marx (stehend l.) begrüßte die Gäste von Jazzy Christmas am 2. Weihnachtstag im Alten Rathaus.

Kurator Hartmut Marx (stehend l.) begrüßte die Gäste von Jazzy Christmas am 2. Weihnachtstag im Alten Rathaus. © Elvira Meisel-Kemper

Das gehörte aber auch zu den Markenzeichen der Band, die als Dixieland-Band 1973 begann und sich zur renommierten Jazz-Band gemausert hat, auch wenn von den Gründungsmitgliedern keiner mehr dabei ist.

Wegener (Vocal/Saxophon/Klarinette/Flöte) stieg 1980 ein. Clemens Hüppe (Vocal/Bass-Gitarre) kam wenige Monate später dazu. Mit ihnen bilden heute Martin Reuthner (Trompete), Hans Fücker (Piano) und Sebastian Wegener (Drums) die feste Besetzung. Ebenfalls dazu gehört der zurzeit erkrankte Bernt Laukamp (Posaune), der durch Mike Rafalczyk (Posaune/Vocal) ersetzt wurde.

Sechs Musiker schweißt die Leidenschaft für Musik zusammen

Nicht alle sind Profimusiker, aber dafür schweißt die sechs Musiker die Leidenschaft für die Musik zusammen. Und die sprang auf das Publikum sehr schnell über. Der Auftakt des Konzerts war der amerikanische Marsch „My Maryland“, den die Band in das Weihnachtslied „Oh Tannenbaum“ mit einer instrumentalen Leichtigkeit überführte als gutes Beispiel für die Vielseitigkeit der sechs Musiker.

„Es ist ein Ros entsprungen“ war ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, wie man ein wohlbekanntes Weihnachtslied mit jazzigem Sound wirkungsvoll verändern kann. Leader Wegener lieferte dazu sein „Klarinetten-Gewimmere“, was sich sehr harmonisch anhörte. Die rhythmische Konstante bildete sein Sohn Sebastian. Stimmlich konnte es Rafalczyk mit Louis Armstrong und seiner Reibeisenstimme aufnehmen, als er den Klassiker „Pennies from Heaven“ sang.

Das instrumentale Potenzial mit drei Bläsern, Klavier, Schlagzeug und Bassgitarre versprach eine große Bandbreite.

Das instrumentale Potenzial mit drei Bläsern, Klavier, Schlagzeug und Bassgitarre versprach eine große Bandbreite. © Elvira Meisel-Kemper

Hüppes Wunschsong war „A Child is born“, wozu er auch den Text sang. „Das ist ein ganz schönes Stück, das viel zu selten von uns gespielt wird. Es hat aber eigentlich nichts mit Weihnachten zu tun“, leitete Klaus Wegener den Song ein. Im gemäßigten Tempo ganz ohne Schlagzeug begeisterte auch diese Version.

Die Premiere in diesem Konzert war die Interpretation des hawaiianischen Weihnachtslieds „Mele Kalikimaka“, stilvoll gesungen von Rafalczyk.

Schlagzeugsolo bei Jazzy Christmas im Alten Rathaus

Beatles-Songs und Weihnachtslieder wie „Jingle Bells“ und „Stille Nacht“ bereicherten das Konzert und begeisterten immer wieder. „Und damit mein Sohn sich die Gage verdient, spielt er in ´Sing, Sing, Sing´ gleich ein Schlagzeugsolo“, kündigte Klaus Wegener einen weiteren Höhepunkt des rund dreistündigen Konzerts an.

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