Initiative Lehrschwimmbecken erhöht Druck: „Belegungsplan im Solebad muss überdacht werden“

Lehrschwimmbecken Stockum

Die Mitstreiter der Initiative Lehrschwimmbecken geben ihr Bad nicht auf. Sie wünschen sich, dass über den Belegungsplan im Solebad diskutiert wird - auf Grundlage aktueller Schwimmzeiten.

Werne, Stockum

, 09.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Initiative Lehrschwimmbecken erhöht Druck: „Belegungsplan im Solebad muss überdacht werden“

Der Betrieb im Lehrschwimmbecken ist eingestellt. Wie lange der Zustand bleibt, ist ungewiss. Die Mitstreiter der Initiative Lehrschwimmbecken Stockum geben ihre Hoffnung nicht auf, dass das Becken noch zu erhalten ist. © Mario Bartlewski (A)

Die Hoffnung geben sie längst nicht auf. Die Mitstreiter der Initiative Lehrschwimmbecken (LSB) kämpfen weiter für den Erhalt des Schwimmbads in Stockum. Nun haben sie sich wieder mit Vertretern aus der Werner Politik zum Diskussionsaustausch getroffen.

Und sie verdeutlichen noch einmal, wie wichtig der Erhalt des Lehrschwimmbeckens für Stockum und ganz Werne ist. Vor allem aber gaben sie den Politiker mit auf den Weg, die Belegungszeiten im neuen Solebad zu überdenken.

Wunsch nach zusätzlichen Trainingszeiten

Alle Schwimm- und Trainingszeiten, die im Lehrschwimmbecken zur Verfügung standen, wurden in das neue Solebad gehoben. Die Grundlage für den neuen Belegungsplan waren stets die Schwimmzeiten aus dem Jahr 2013. Und genau das monieren die Mitstreiter der Initiative.

„Man muss sich fragen, ob diese Zeiten überhaupt noch passen. Es wäre doch schade, wenn wir unseren Sportvereinen sagen müssten, dass diese sich nicht weiter entwickeln dürfen“, sagt Kerstin Schwarze-Benning. Die Kanuten des SV Stockum etwa haben neue Mitglieder gewonnen, sodass der Wunsch nach zusätzlichen Trainingszeiten möglich ist.

Kanuten wechseln in den Winterbetrieb

„Und ich bin mal gespannt, wie das aussehen wird, wenn man zwei Bahnen im Sportbecken für die Kanuten absperrt und man selbst dann in der Bahn nebenan herschwimmen soll“, fügt Benedikt Berger hinzu.

Ob der strenge Belegungsplan in der Praxis aufgeht, werde sich ab Oktober zeigen. Dann können die Kanuten nicht mehr auf der Lippe trainieren.

Knappe Wechselzeiten

Auch bei einigen Familien sorgt der durchgetaktete Belegungsplan für Zweifel. Eine Mutter von zwei Kindern gibt ein Beispiel: „Wenn man einen Kurs um 15.15 Uhr besucht, dann muss man 45 Minuten früher, also um 14.30 Uhr im Bad sein. Das wird schwierig, wenn man erst um 13.30 Uhr aus der Schule kommt“, erklärt Heike Niegeländer.

Die Verantwortlichen des Solebads wollen die Wechselzeiten zwischen den Kursen möglichst gering halten. Das heißt: Man hat 45 Minuten Zeit, um sich umzuziehen, um beim Kursbeginn pünktlich am Beckenrand zu stehen. All das ist notwendig, um den geballten Belegungsplan einzuhalten.

Jetzt lesen

„Die Türen sind noch nicht geschlossen“

Für eine Entzerrung würde natürlich der Weiterbetrieb des Lehrschwimmbeckens sorgen. Aktuell ist das Becken stillgelegt. Die Stockumer möchten wissen, ob und wie lange es bei diesem Zustand bleibt. Darauf habe aber niemand der anwesenden Vertreter der Politik eine Antwort gehabt.

Man könne das Becken innerhalb von zwei Wochen wieder in Betrieb nehmen, glaubt Benedikt Berger. Auch über eine private Trägerschaft habe man diskutiert. „Die Türen sind in Sachen Lehrschwimmbecken noch nicht geschlossen“, sagt Berger.

Die Initiative Lehrschwimmbecken Stockum ruft weitere Vereine oder Gruppen, die Interesse an Schwimmzeiten im Lehrschwimmbecken haben, dazu auf, sich zu melden. Kontakt per E-Mail an ig-lsb-stockum@web.de
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt