Die Lindert-Turnhalle verwandelt sich in ein temporäres Impfzentrum. © Andrea Wellerdiek (A)
Coronavirus in Werne

Impfzentrum für Werne: 630 Mitarbeiter aus Jugendbereich werden geimpft

In Werne werden an den kommenden beiden Freitagen 630 Mitarbeiter aus Kitas, Grundschulen und Jugendeinrichtungen gegen das Coronavirus geimpft. In der Lindertturnhalle als temporäres Impfzentrum.

Am kommenden und am darauffolgenden Freitag (12. und 19. März) werden 630 Mitarbeiter aus Kinder- und Jugendeinrichtungen aus Werne in einem temporären Impfzentrum, der Lindertturnhalle, geimpft. Das teilte das Jugendamt der Stadt Werne am Dienstagnachmittag mit.

Laut Maik Rolefs (Jugendamtsleiter) und Alexander Ruhe (Jugenddezernent) handelt es sich bei den 630 Impfberechtigten insbesondere um Mitarbeiter und Pflegepersonal aus Kindertageseinrichtungen, heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Förderschulen und der Jugendhilfe in stationären Einrichtungen. Alle sollen mit dem Vektorimpfstoff von Astrazeneca geimpft werden.

Jugendamtsleiter: „Das ist eine große logistische Herausforderung“

„Das ist eine große logistische Herausforderung“, erklärte Maik Rolefs. Am Sonntagnachmittag sei die Stadt über die Möglichkeit der Impfungen für Werne informiert worden. Und schon am Dienstagmorgen mussten die Listen mit allen Impfinteressenten aus den Werner Einrichtungen wieder bei der Stadt sein, die die Listen dann weiter an den Kreis zurückgemeldet hat, wie Ruhe erklärte. Dies sei auch die Grundlage für die Bestellung der Impfdosen.

An den kommenden beiden Freitagen – eventuell wird es bei Bedarf auch noch einen dritten Freitag geben – werden die Einrichtungen zwischen 14 und 20 Uhr blockweise in der Lindertturnhalle geimpft. „Wir konnten nur sehr bedingt Rücksicht auf Einzelwünsche nehmen“, sagte Alexander Ruhe. In Anbetracht der Dringlichkeit habe sich die Stadt nun das Recht herausgenommen, die Termine blockweise zu vergeben.

Pro Impfung seien den Erfahrungen des Kreises nach 5 Minuten vorgesehen. In vier Impfstraßen – beginnend ab Haupteingang der Sporthalle – können Berechtigte gleichzeitig geimpft werden. Den Freitag als Impftag habe die Stadt bewusst gewählt, so Ruhe. So wolle man den Geimpften bei möglichen Impfreaktionen das Wochenende geben, um sich zu erholen.

Sporthalle steht an den Tagen nicht für Unterricht zur Verfügung

Das Impfzentrum auf die Beine zu stellen sei kurzfristig, aber machbar gewesen, so Ruhe. „Wir haben jetzt die genauen Impfabläufe. Die Infoblätter sind auch schon an die Einrichtungen verteilt.“ Im Idealfall seien die Impfberechtigten schon vor dem Besuch des Impfzentrums ausreichend aufgeklärt. Wie aber auch im Impfzentrum in Unna gebe es in der Lindertturnhalle die Möglichkeit, im Arztgespräch vor der Impfung mögliche offene Fragen zu klären.

Dass die Turnhalle an den kommenden beiden Freitagen nicht für den Sportunterricht genutzt werden könne, sei mit der Schule abgesprochen, so Ruhe.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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