Nach Hunde-Attacke auf „Paul“: Mutter (50) und Tochter (25) suchen Schäferhund-Besitzer

dzHunde-Angriff

Der Abend-Spaziergang mit Golden Retriever Paul endete in einer blutigen Attacke. Nun suchen Mutter und Tochter den Halter des angreifenden Schäferhundes. Wer kann helfen?

Werne

, 21.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorothea B. (50) und ihre Tochter Jennifer (Namen von der Redaktion geändert) sind über Fronleichnam auf Familienbesuch in Werne. „Wir besuchen meine Mutter, sind dazu am Mittwoch, 19. Juni, aus Bayern angereist“, erzählt die 50-Jährige.

Abends wollten sie und Tochter Jennifer mit Paul, dem zwei Jahre alten Golden Retriever, eine Runde um den Stadtsee drehen. „Es war gegen 20 Uhr, als wir uns auf der Holzbrücke Richtung Freilichtbühne befanden“, erzählt sie weiter.

Nach Hunde-Attacke auf „Paul“: Mutter (50) und Tochter (25) suchen Schäferhund-Besitzer

Die Wunde des Golden Retrievers musste in der Tierklinik Ahlen behandelt werden. © privat

Dort habe sich ein junger Mann mit seinem Schäferhund aufgehalten. „Bevor wir an ihm vorbeigegangen sind, haben wir gefragt, ob wir Paul lieber anleinen sollen. Aber er meinte, er hätte seinen Hund, einen Schäferhund-Rüden, im Griff.“

Doch dem war nicht so. Als Paul in der Nähe des langhaarigen Schäferhundes war, ging der auf den Golden Retriever los, hat ihn gebissen. „Der junge Mann ging dazwischen, hat sich eventuell sogar leicht verletzt“, schildert Dorothea B. die Situation, „die natürlich sehr emotional war“.

Durch die Aufregung vergessen, Kontaktdaten auszutauschen

Sie und ihre Tochter hätten Paul nur schnell aus dem Gefahrenbereich bringen wollen. Wenig später bemerkten sie erst die blutende Verletzung. „Durch die ganze Aufregung haben wir vergessen, die Personalien des jungen Mannes abzufragen und die Schadensfrage zu klären.“

Doch erst einmal sei die Gesundheit ihres geliebten Haustieres wichtig gewesen. Da Mittwochabend kein Tierarzt in der Nähe greifbar gewesen sei, seien sie in die Tierklinik nach Ahlen gefahren. Paul muss eine Halskrause tragen, bekommt Schmerzmittel und Antibiotika.

Kosten der Behandlung belaufen sich bis jetzt auf 450 Euro

„Die Kosten belaufen sie schon jetzt auf rund 450 Euro“, sagt die Mutter. Sollte sich die Wunde entzünden, käme eventuell eine kostspielige OP dazu. Dieses Geld wollten sie von dem jungen Mann, „beziehungsweise der Hundehaftpflicht, die er ja höchstwahrscheinlich hat“, wiederbekommen.

Es gehe gar nicht um Schuldzuweisung. „Der junge Mann hat sich korrekt verhalten, ist ja sogar dazwischengegangenen. Dass es nicht zum Austausch der Kontaktdaten kam, liegt an der emotionalen Situation“, sagt die 50-Jährige. Sie hofft, dass sich der Besitzer des Schäferhundes nach der Lektüre dieses Artikels meldet, um den Schaden begleichen zu können.

Schäferhund-Halter kann sich bei der Redaktion melden

Er oder auch etwaige Zeugen können sich an diese Redaktion, Ruhr Nachrichten Werne, Tel. (02389) 98 29 10 (werktags 9 bis 19 Uhr, sonntags i. d. R. 11 bis 17 Uhr) wenden oder per Mail unter lokalredaktion.werne@lensingmedia.de. Wir leiten die Infos dann an die Familie weiter.

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