Hohe Spritpreise: Spediteure kämpfen um jeden Cent

WERNE Die hohen Spritpreise treiben Spediteuren weiterhin die Sorgenfalten auf die Stirn. Auch in Werne häufen sich die besorgten Blicke der Firmenbosse auf die Zapfsäulen.

von Von Daniel Claeßen

, 07.07.2008, 12:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die hohen Diesel-Preise bereiten den Spediteuren große Sorgen.

Die hohen Diesel-Preise bereiten den Spediteuren große Sorgen.

„Wahnsinn.“ Alan Davidson reicht dieses Wort, um die aktuellen Spritpreise zu beschreiben. In der Disposition des RCS Containerservice versucht er, den steigenden Kosten entgegen zu wirken.

„Wir komprimieren die Touren und machen keine Leerfahrten mehr.“ Das Ergebnis der Spar-Planung ist nicht immer zufrieden stellend: „Manchmal müssen die Kunden einen Tag auf den Container warten.“

Kunden haben Verständnis

Immerhin brächten viele Verständnis für die Situation auf: „Wir hatten eine sechsprozentige Preiserhöhung, die im großen und ganzen hingenommen wurde“, so Davidson. „Aber einige haben natürlich ihre Verträge gekündigt.“

Beim Bauzentrum Bücker steht man vor einem Dilemma: „Die Verträge mit den Kunden sind für ein Jahr abgeschlossen. Eine Preiserhöhung durchzusetzen, ist schwierig.“

Thomas Stachowitz muss in der Disposition um jeden Cent kämpfen. „Wir sind nunmal das letzte Glied in der Kette. Unsere Kunden brauchen von ihren Kunden ja auch mehr Geld.“

"Irgendwie muss es gehen"

Dass bei einem Fuhrpark von 20 Lkw gespart werden muss, steht bei Bücker außer Frage. „Aber die kompletten Mehrkosten kriegen wir sowieso nicht mehr raus“, glaubt Stachowitz. Und entlassen könne man auch niemanden: „Durch die Lenkzeit-Verordnung brauchen wir die entsprechende Zahl an Fahrern.“ Mit Blick auf die Zapfsäule fügt er hinzu: „Irgendwie muss es gehen.“

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Printausgabe der Ruhr Nachrichten am Dienstag.

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