Das Herrenmoden-Geschäft Schmersträter an der Bonenstraße ist komplett leergeräumt. © Jörg Heckenkamp
Einzelhandel in Werne

Herrenmoden Schmersträter in Werne leer geräumt – das sagt der Inhaber

Im Herrenmoden-Geschäft Schmersträter herrscht gähnende Leere. Nicht ein Kleidungsstück findet sich in dem Ladenlokal. Chef Christof Schmersträter musste alle Waren herausnehmen.

Wer in den vergangenen Tagen einen Blick ins Herrenmoden-Geschäft Schmersträter an der Bonenstraße geworfen hat, wird nicht ein Kleidungsstück mehr entdecken. Dafür leer geräumte Regale, Schaufensterpuppen kreuz und quer. Und, wenn man genau hinschaut, eine große Pfütze mitten im Verkaufsraum. Die deutet auf den Anlass, warum Chef Christof Schmersträter seinen Laden komplett ausgeräumt hat.

Christof Schmersträter, hier auf einem Archivbild, beteuert: „Ich mache weiter.“
Christof Schmersträter, hier auf einem Archivbild, beteuert: „Ich mache weiter.“ © Mario Bartlewski (A) © Mario Bartlewski (A)

„Wir hatten einen Wasserrohrbruch“, sagt der Inhaber auf Anfrage der Redaktion. Im Dachgeschoss oberhalb seiner Geschäftsräume „ist eine Hauptwasserleitung geplatzt“, sagt der Werner Kaufmann. Warum, sei nicht klar. Möglicherweise durch den strengen Frost, der zu dem Zeitpunkt herrschte. Jedenfalls ergoss sich kubikmeterweise Wasser von oben.

Wasserrohrbruch über dem Geschäft Schmersträter

„Es lief durch alle drei Etagen des Geschäftes“, sagt Schmersträter. Von der ersten Etage ins Erdgeschoss bis in die Kellerräume. Der Wasserrohrbruch ereignete sich Anfang der 7. Kalenderwoche. Am Dienstag, 16. Februar 2021, rückte die Feuerwehr zum wegen des Lockdowns geschlossenen Ladenlokal aus. Tage später ist noch eine Wasserlache inmitten des Verkaufsraumes zu sehen.

In den Tagen nach dem Wasserschaden räumte Christoph Schmersträter sein großes Geschäft an der Bonenstraße in der Werner Fußgängerzone leer. Vieles ist durch Wasserschäden verdorben, einiges konnte er retten.

Beim genauen Blick in die Verkaufsräume ist eine Wasserlache zu erkennen. Sie rührt von einem großen Wasserrohrbruch her.
Beim genauen Blick in die Verkaufsräume ist eine Wasserlache zu erkennen. Sie rührt von einem großen Wasserrohrbruch her. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Nachdem das Geschäft leergeräumt war, machte schnell das Gerücht von einer Geschäftsaufgabe die Runde. Doch dem widerspricht Christof Schmersträter im Gespräch mit der Redaktion vehement. „Es geht auf jeden Fall weiter“, sagt er und fügt leicht sarkastisch hinzu: „Ich bin Mitte 40, ich muss noch 20 Jahre und ich werde auch in Werne bleiben.“

Herrenmoden Schmersträter musste, wie viele Geschäfte, im Dezember wegen der Corona-Pandemie schließen. Doch ein Unglück kommt selten allein, nun setzte der Rohrbruch sein Geschäft unter Wasser. „Ich weiß momentan nur, dass ich auf jeden Fall in Werne weitermachen werde“, beteuert der Kaufmann. Doch das wann, wo und wie könne er nicht beantworten. „Das sind auch für mich alles Fragezeichen.“

Decken und Böden sind in Mitleidenschaft gezogen worden

Er vermute, dass die Beseitigung der Wasserschäden („Decken, Böden – alles ist betroffen“) eine lange Zeit benötigen werde. Vielleicht mache er demnächst in einem anderen Ladenlokal weiter, um eventuell später zurück zur Bonenstraße zu ziehen. „Aber das ist alles Spekulation.“

Und wie, um jeden Skeptiker in die Schranken zu weisen, wiederholt Christof Schmersträter: „Ich mache weiter.“

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Jörg Heckenkamp

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