Kinder bringen ein wenig Licht in die trübe Corona-Zeit. So erwischen wir Max Knauer bei einem seiner Glücksmomente: Eis essen mit den Kindern. © Carina Strauss
Coronavirus in Werne

Glücksmomente trotz Corona – „Kinderlachen verschönert den Alltag”

Ausgangssperre, steigende Zahlen, Corona-Blues - gibt es in der Pandemie denn nichts, worüber sich die Menschen freuen? Wir haben in Werne nachgefragt und einige Glücksmomente gesammelt.

Gibt es Glücksmomente in der Corona-Krise? Wenn man in die Nachrichten schaut, die Berichte über steigende Infektionszahlen und an der Kapazitätsgrenze arbeitende Krankenhäuser liest, kann das die Laune schon trüben. Aber es gibt auch Hoffnung und sogar Glücksmomente. So war es zum Beispiel eine unglaubliche Erleichterung für eine unserer Redakteurinnen, als sie in dieser Woche kurzfristig Impftermine für ihre Eltern buchen konnte.

So erging es auch Gudula Glade, als ihr Mann endlich die Schutzimpfung gegen Corona bekommen hatte. Die Freude darüber ist ihr immer noch anzumerken. Bei einer Umfrage in Werne am Freitag (23. April 2021) wird schnell klar: Es sind unterschiedliche und oftmals auch die kleinen Dinge, die den Menschen in Pandemiezeiten Freude bereiten.

„Kleine Dinge können auch glücklich machen”

So gab es erst am Donnerstag (22.4.) einen solchen Glücksmoment für Martina Plath (45): „Seit gestern habe ich wieder angepasste Kontaktlinsen. Ich bin wirklich keine leidenschaftliche Brillenträgerin und musste ewig auf einen Termin zur Anpassung warten. Kleine Dinge können eben auch glücklich machen.”

Ohne Brille, dafür mit Kontaktlinsen - auch das ist ein Glücksmoment. Martina Plath freut sich, dass sie nach langem Warten endlich angepasste Kontaktlinsen bekommen hat.
Ohne Brille, dafür mit Kontaktlinsen – auch das ist ein Glücksmoment. Martina Plath freut sich, dass sie nach langem Warten endlich angepasste Kontaktlinsen bekommen hat. © Carina Strauss © Carina Strauss

Elisabeth Naeves (55) Glücksmoment war eine Shoppingtour in Tübingen, verbunden mit einer Pause bei einem leckeren Kaffee. Ohnehin hat bei einem Großteil der Befragten der jeweilige Glücksmoment mit der Chance zu tun, zumindest zwischendurch mal rauszukommen. So auch bei Jutta Gasshofer (76) und ihrem Mann Wolfgang (77), die sich einfach freuen, wenn sie spazieren gehen oder wie am Freitagmittag einen Bummel durch die Stadt machen können.

Zeit mit der Familie als Glücksmoment

Für viele Befragte steht Glück in diesen Zeiten im Zusammenhang mit der Familie. So auch bei Dietmar Reckers (55), der am Freitag mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs ist. „Zu den wenigen guten Dingen gehört die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann.”

Wenn es etwas gibt, was Dietmar Reckers in Corona-Zeiten glücklich macht, dann ist es die Zeit, die er mit seiner Familie verbringen kann.
Wenn es etwas gibt, was Dietmar Reckers in Corona-Zeiten glücklich macht, dann ist es die Zeit, die er mit seiner Familie verbringen kann. © Carina Strauss © Carina Strauss

Anna Jaworowicz bekommt die Glücksmomente von ihrer Tochter geschenkt. „Am meisten freue ich mich, wenn mein Kind lacht”, so die 33-Jährige. „So ein Kinderlachen verschönert einem schon den Alltag.” Auch für Max Knauer (35) steht die Familie ganz vorne auf der Liste der Glücksmomente. „Mit den Kindern in der Sonne sitzen und Eis essen”, antwortet er auf die Frage, was ihn trotz Krise glücklich macht. „Und mit dem Hund spazieren gehen.”

Das Lachen ihres Kindes reicht schon, um Anna Jaworowicz trotz Krise glücklich zu machen.
Das Lachen ihres Kindes reicht schon, um Anna Jaworowicz trotz Krise glücklich zu machen. © Carina Strauss © Carina Strauss

Auch für Eugenia Wodopian und ihren Mann steht das Kind im Mittelpunkt. „Wir sind froh, dass wir mit der Kleinen noch in den Garten raus können. Wenn ich mir überlege, wie das ist mit Kindern in einer Wohnung ohne Balkon und Garten.”

Eugenia Wodopian ist froh, dass sie und ihr Mann in diesen Zeiten einen Garten haben, den sie mit ihrer Tochter nutzen können.
Eugenia Wodopian ist froh, dass sie und ihr Mann in diesen Zeiten einen Garten haben, den sie mit ihrer Tochter nutzen können. © Carina Strauss © Carina Strauss

Außerdem freuen sie sich, dass sie eine Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind haben, „damit wir beide arbeiten gehen können.”

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