Der angekündigte italienische Orgelvirtuose Paolo Oreni konnte nicht kommen. Kurzfristig sprang Otto M. Krämer (Foto) aus Straelen ein. © Günter Goldstein
Konzert in St. Christophorus

Gewerkschafts-Boss sorgt für Überraschung beim Orgelkonzert in Werne

Eine Überraschung erlebten die Gäste des Orgelkonzertes am Sonntag in der Christophorus-Kirche. Der angekündigte Musiker konnte nicht kommen. Das lag an Claus Weselsky.

Das Konzert an der Orgel in der Christophorus-Kirche am Sonntag, 5. September, begann mit einer überraschenden Ansage: Der angekündigte italienische Orgelvirtuose konnte sein Können nicht unter Beweis stellen. Er war ein Opfer von Claus Weselsky, dem Chef der Lokführer-Gewerkschaft.

Im Gespräch mit dieser Redaktion erläuterte Wernes Kantor Dr. Hans-Joachim Wensing die Hintergründe, warum der italienische Orgelvirtuose Paolo Oreni nicht in Werne auftreten konnte: „Er wollte den Nachtzug nehmen, der fiel aber wegen des Lokführer-Streikes aus.“

Nur wenige Zuhörer fanden Sonntagnachmittag den Weg in die Christophorus-Kirche.
Nur wenige Zuhörer fanden Sonntagnachmittag den Weg in die Christophorus-Kirche. © Günter Goldstein © Günter Goldstein

Um das Konzert deswegen nicht ganz absagen zu müssen, hatte der Veranstalter „quasi über Nacht“ (Wensing) Otto M. Krämer aus Staelen eingeladen, der seit 1993 Kantor an der dortigen St. Peter und Paul Kirche ist und kurzfristig einspringen konnte.

Sein Schwerpunkt sind Orgelimprovisationen, für die er schon Preise bekam und eine Gastprofessur in Westminster. Bei seinem Konzert in Werne stellte er sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Sein Programm an der großen Orgel stand, passend zu den ungewöhnlichen Umständen seines Gastspieles, unter dem Motto „stilvoll und unvorhergesehen“.

Seine Variationen waren aufgeteilt in Suite Française, Fuge im romantischen Stil, romantische Charakter-Stücke, Partita im deutschen Barockstil und Tryptique Symphonique „Trinité“.

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