Gegen Corona: Feel Fit investiert hohen Betrag in Luftreinigungs-Anlage

dzFitnessstudio in Werne

Mehr als sieben Wochen hat das Fitnessstudio Feel fit schon geschlossen. Noch ist nicht abzusehen, wann es wieder öffnen darf. Für den Tag X ist es gut gerüstet: Es ist ein „Safe Place“.

Werne

, 05.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das größte Werner Fitnessstudio Feel Fit musste wie viele andere Einrichtungen wegen der Covid-19-Pandemie am 17. März 2020 schließen. Seitdem können die Mitglieder sich bei Online-Kursen zuschalten oder müssen sich selbst um ihre Fitness kümmern. Das Studio selbst hat in den vergangenen Wochen ordentlich aufgerüstet.

„Wir haben zum Glück genug Platz, sodass wir alle Geräte so auseinanderstellen konnten, dass ein Sicherheitsabstand von 2 Metern gegeben ist“, sagt Chef Frank Langer auf Anfrage der Redaktion. Überall in dem mehrere Tausend Quadratmeter großen Studio stünden Desinfektionsmittel-Spender für die Mitglieder bereit. Sein Personal würde künftig noch öfter reinigen und desinfizieren.

Kurse sind derzeit live im Fitnessstudio nicht möglich. Es gibt einige Online-Angebote.

Kurse sind derzeit live im Fitnessstudio nicht möglich. Es gibt einige Online-Angebote. © Archivfoto Madita Schmitte

Hauptanschaffung in Sachen Corona-Bekämpfung ist aber eine ganz besondere Luftreinigungsanlage, „wie man sie aus Operationssälen kennt“, sagt Langer. Dieses auf Plasmatechnologie basierende System würde Keime zerstören und Viren deaktivieren, wie das Feel Fit in einer Anzeige schreibt. Frank Langer: „Deshalb sprechen wir von einem ‚Safe Place‘ im Studio. Das ist die Kombination aus medizinischem Luftreiniger und gesundheitsorientiertem Fitness-Training.“

Hohe Investition in medizinische Luftreinigungs-Anlage

Allein die Luftreinigungsanlage für so ein großes Studio verschlingt einen „ordentlichen fünfstelligen Betrag“, sagt Frank Langer. „Sie kann 1000 Kubikmeter Luft in der Stunde reinigen“. Außerdem investiert er in der coronabedingt erzwungenen Leerlauf-Zeit in Umbauten, Verbesserungen und Verschönerungen des im Herbst 2015 eröffneten Studios. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwingen den Farbpinsel, statt Zumba- oder Rückenfit-Kurse zu geben.

Die Corona-Pause nutzt das Fitnessstudio unter anderem für Verschönerungsarbeiten.

Die Corona-Pause nutzt das Fitnessstudio unter anderem für Verschönerungsarbeiten. © Feel Fit

Auch wenn Sportstudios noch nicht von den aktuellen Corona-Lockerungen profitieren: Frank Langer und sein Team hoffen auf baldiges grünes Licht für eine Wiedereröffnung. Unter anderem auf ihrer Facebook-Seite stellen sie das neue Hygiene-Konzept vor. Etliche Mitglieder haben daraufhin Kommentare hinterlassen, dass sich sich riesig freuen, wenn sie wieder Sport im Studio treiben können.

So ganz verzichten müssen sie seit der Schließung zumindest auf das Kursgeschehen nicht. Aktuell bietet das Feel Fit seinen Mitgliedern (und auf Einladung auch Gästen) Online-Kurse wie Zumba, Body-Attack oder Rückenfit an. Es gibt rund ein Dutzend Termine pro Woche.

Trainerin Helena Pagonakis (23) gab am letzten Tag vor der Coronaschließung noch einige Tipps für Rainer Eichhorn.

Trainerin Helena Pagonakis (23) gab am letzten Tag vor der Coronaschließung noch einige Tipps für Rainer Eichhorn. © Archivfoto Jörg Heckenkamp

In einem kleinen, improvisierten Video-Studio machen die Trainer und Trainerinnen Übungen vor, die die Mitgliedern zu Hause dann vor Laptop und Co. nachmachen können.

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