Feuerwehr Werne: Schweinejagd nach Lkw-Unfall

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Tierische Einsätze hat die Feuerwehr Werne des öfteren, doch gleich dreimal musste sie in der jüngeren Vergangenheit ausrücken, weil Schweine-Transporter in engen Kurven umgefallen waren.

Werne

, 07.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unfälle mit Schweine-Transportern haben die Feuerwehr in Werne in den vergangenen Jahren häufiger beschäftigt. Einfallsreichtum mussten die Feuerwehrleute besonders bei einem Unfall am 18. September 2017 beweisen, denn zahlreiche Schweine hatten den Umsturz des Lasters überlebt – und mussten provisorisch eingepfercht werden.

Dach des Transporters aufgesägt

Doch Improvisation ist der zweite Vorname jedes aktiven Feuerwehrmitglieds – und so wurden die Steckleitern der Feuerwehrfahrzeuge auf einen ihrer Holme gelegt und aufgestellt, so dass mit den Leitern ein kleiner Zaun gebaut werden konnte. In dem schienen sich die Schweine dann auch schnell wohl zu fühlen.

Eine Schrecksekunde gab es für Bodo Bernsdorf, Leiter des Löschzuges Stadtmitte, allerdings doch: „Wir sägten das Dach des auf der Seite liegenden Transporters auf, um die noch eingeschlossenen Tiere zu befreien“, schildert er – und kaum sei ein Loch in der eigentlich Decke gewesen, habe ein Schwein bereits seinen Rüssel hindurchgesteckt.

Nicht für alle Tiere endete der Unfall glimpflich

„Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, gibt Bernsdorf zu, denn was er nicht bedacht hatte: „Das Dach war ja durch den Unfall zur Seitenwand geworden war. Das war echt Glück, dass wir das Tier beim Aufsägen nicht verletzt haben.“ Nicht für alle Tiere endete die Fahrt glimpflich: Ein paar hatten den Unfall selbst nicht überlebt, andere mussten vor Ort vom Tierarzt erlöst werden.

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