Verwirrter Anwohner hält Nachbarn und Feuerwehr in Atem

Feuerwehr-Einsätze in Werne

Zu zwei Einsätzen kurz hintereinander rückte die Feuerwehr am Samstag, 27. Juni 2020, aus. Einmal war eine Brandmeldeanlage defekt, ein anderes Mal ging es um ein sehr merkwürdiges Verhalten.

Werne

, 27.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Besorgte Nachbarn an der Stockumer Straße hatten am Samstag, 27. Juni 2020, die Rettungskräfte verständigt. Sie sorgten sich um einen offenbar stark verwirrten Anwohner.

Besorgte Nachbarn an der Stockumer Straße hatten am Samstag, 27. Juni 2020, die Rettungskräfte verständigt. Sie sorgten sich um einen offenbar stark verwirrten Anwohner. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne wurde am Samstag, 27. Juni, kurz hintereinander zu zwei Einsätzen in Werne gerufen. Um 12.15 Uhr lautete das Alarm-Stichwort „BMA - ausgelöste Brandmeldeanlage“ im Einkaufskomplex an der Klöcknerstraße in Werne.

Schon auf der Anfahrt teilte die Leitstelle mit, dass die Anlage jeweils wieder zurückgesetzt wurde und jedesmal wieder ausgelöst hatte. Dies deutete darauf hin, dass jemand an der eigentlichen Brandmeldeanlage (BMA) versucht hatte, diesen Alarm zurückzunehmen.

Brandmelder defekt, er löste immer wieder aus

Vor Ort wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass es sich um einen Fehlalarm bzw. technischen Defekt eines Handdruckknopfmelders handele. Der Auslösebereich der BMA wurde von einem Trupp unter Atemschutz begangen und kontrolliert. Es konnte kein Feuer festgestellt werden. Es wurde versucht, den Handmelder zu reseten, da dieser immer wieder die Übertragungseinheit zur Leitstelle in Unna auslöste.

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Da kein Techniker vor Ort war, um dies zu unterbinden, wurde die Anlage außer Betrieb genommen und der Marktleiter auf diese daraus folgenden Konsequenzen hingewiesen. Die Anlage wurde an den Betreiber übergeben. Im Einsatz waren 12 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen.

Zweiter Einsatz zwei Stunden später an Stockumer Straße

Knapp zwei Stunden später, um 14.08 Uhr, lautet das Einsatzstichwort „TH_TÜR - hilflose Person hinter Tür“. Daraufhin eilte die Werner Feuerwehr zur Stockumer Straße. Besorgte Nachbarn hatten die Rettungskräfte verständigt. Ein Anwohner hatte sich schon den ganzen Tag äußerst merkwürdig benommen.

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Er hatte alle Rolladen verschlossen und reagierte nicht auf Klopfen, Klingeln oder Rufen. Da die Wohnungstür massiv gesichert war und offenbar gerade ein Wohnungsschlüssel von außerhalb organisiert wurde, entschied die Wehr, die Tür zunächst nicht gewaltsam zu öffnen.

Feuerwehr konnte Kontakt zum offenbar Verwirrten aufnehmen

Parallel war die Drehleiter in sogenannter Anleiterbereitschaft, um sich bei Bedarf über den Balkon einen Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Den Wehrleuten gelang es dann doch, Kontakt zum offenbar stark verwirrten Wohnungsinhaber über den Balkon aufzunehmen und ihn dazu zu bewegen, die Wohnungstür

zu öffnen.

Die Stockumer Straße war für die Rettungsarbeiten für ca. 30 Minuten voll gesperrt. Die Einsatzstelle bzw. der Wohnungsinhaber konnten nach Öffnung der Tür an den Rettungsdienst und die Polizei übergeben werden.

Im Einsatz waren 16 freiwillige Kräfte mit drei Fahrzeugen sowie der Rettungsdienst, Notarzt aus Werne und die Polizei.

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