Großbrand in Hamm sorgte für Aufruhr in Werne - Suche nach Ursache läuft

Feuerwehreinsatz in der Nachbarstadt

Ein Großbrand in Hamm hat am Ostermontag für Rauchwolken gesorgt, die sogar von Werne aus zu sehen waren. Die Löscharbeiten sind beendet, doch die Suche nach der Ursache läuft noch immer.

Werne, Stockum

22.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Großbrand in Hamm sorgte für Aufruhr in Werne - Suche nach Ursache läuft

Nach einem Großbrand in einem Metallverarbeitungsbetrieb in Hamm ist eine große Rauchentwicklung entstanden, die auch über Stockum zu sehen war. © dpa

Nach einem Großbrand in einem Metallverarbeitungsbetrieb in Hamm laufen die Ermittlungen der Polizei. „Als Brandursache wird ein Maschinenbrand vermutet“, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag, 23. April.

Von Stockum aus Richtung Gersteinwerk war eine dicke, dunkle Rauchwolke am Ostermontag gegen 12 Uhr zu sehen.

Die Ermittlungsarbeiten sind laut Polizei noch nicht abgeschlossen. Bei dem Brand wurden am Ostermontag drei Mitarbeiter, ein Feuerwehrmann und zwei Personen, die sich in der Nähe des Gebäudes aufhielten, leicht verletzt.

Anwohner konnten am Montagabend in die Wohnung zurück

In Werne stellte sich an Ostermontag vorübergehend die Frage: Brennt hier noch ein Osterfeuer weiter? Eine Nachfrage bei der Freiwilligen Feuerwehr in Werne ergab, dass es sich weder um ein Osterfeuer, noch um einen Brand auf Werner Stadtgebiet handelte.

„Eine Lagerhalle in Hamm brennt. Daher kommt der Rauch“, erklärte Thomas Temmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Werne. Am Montagabend gegen 19.30 Uhr war der Brand laut Feuerwehr unter Kontrolle, Anwohner konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Mitarbeiter versuchten selbst Flammen zu löschen

Mehrere Gebäude im Umfeld des Betriebs waren zuvor evakuiert worden. Etwa 50 Menschen kamen während der Löscharbeiten in einer Schule unter, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum Dienstagmorgen an.

Drei Mitarbeiter hätten noch vergeblich versucht, die Flammen am Montagmittag zu löschen, hieß es. Bei Eintreffen der Feuerwehr habe die Betriebshalle bereits vollständig in Flammen gestanden.

Chemische Stoffe und Gasflaschen in Halle gelagert

In der Halle waren nach Polizeiangaben chemische Stoffe und Gasflaschen gelagert. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Auch wenn der Brandgeruch über Stunden in der Luft lag, waren die Ergebnisse der Luftmessungen nach Angaben der Feuerwehr unauffällig. Insgesamt waren 400 Einsatzkräfte vor Ort. Die Schadenshöhe war zunächst unbekannt.

mit dpa

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