Alarm-Fazit: Die Sirene Maria Frieden warnt nicht laut genug

Sirenen-Alarm in Werne

Der Sirenen-Alarm in Werne am Donnerstag (10. September) hat die Stadt insgesamt positiv gestimmt. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch Verbesserungsbedarf gibt, sagt Werner Kneip.

Werne

, 10.09.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Sirene auf der Sparkasse in der Werner Innenstadt

Die Sirene auf der Sparkasse in der Werner Innenstadt © (A) Mario Bartlewski

Das Ordnungsamt der Stadt Werne ist mit dem Sirenen-Alarm-Test am Donnerstag (10. September) zufrieden: „Die Sirenen haben funktioniert, so wie sie sollen. Bei den Schwachpunkten sind wir dabei, aber insgesamt ziehen wir ein positives Fazit“, so Werner Kneip. Im Kreis Unna gibt es insgesamt 140 Sirenen, in Werne 11: davon stehen drei in Stockum, eine in Langern, eine in Holthausen und sechs in der Werner Innenstadt. Plus eine mobile Sirene, die die Stadt auf dem Parkplatz der Feuerwehr ausprobiert hat.

Nach dem letzten Probealarm im vergangenen Jahr hatte die Stadt den Hinweis erhalten, dass die Sirenen in Werne-West an der Kirche Maria Frieden schlecht zu hören gewesen sei. Das hat die Stadt am Donnerstag überprüft und bestätigt. „Da werden wir mit einer Sirene nachrüsten“, sagt Werner Kneip. Aber dafür sei der Warntag ja auch da, um zu schauen, wo es noch Probleme gibt. Auch die Kamener Straße war der Stadt gemeldet worden. Hier habe man die Sirene aber gut wahrnehmen können, so Kneip. Die Stelle soll am nächsten Warntag noch einmal beobachtet werden.

Sirenen-Warntag war im März wegen Corona abgesagt worden

Der Sirenenalarm am Donnerstag (10. September) war der erste bundesweite Warntag, nachdem das Land NRW den Sirenenalarm landesweit bereits seit 2018 an jedem ersten Donnerstag im März und im September veranstaltet. Den Warntag im März diesen Jahres hatte das Land NRW allerdings vorsorglich abgesagt, um die Bevölkerung im Angesicht des damals gerade aufkommenden Coronavirus nicht zu verunsichern.

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Sirenen-Alarm in Werne
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Sirenen-Alarm in Werne Teil 2

Die Warntage werden auch über die Warn-App „Nina“ angekündigt. Sie ist für die Betriebssysteme iOS im App Store und Android im Google-Play-Store kostenfrei erhältlich. Am Donnerstag vermeldete die App den Sirenenalarm allerdings erst um 11.30 Uhr.

Der Warntag ist laut dem Land NRW wichtig, damit die Warntöne für die Bevölkerung, die früher mit den Warntönen gut vertraut war, wieder präsenter werden. Bis in die 1990er Jahre gab es ein flächendeckendes Netz aus Sirenen, das die Bevölkerung vor Luftangriffen warnen sollte. Nach Ende des Kalten Krieges wurden die Sirenen an die Kommunen übergeben, die nur teilweise Gebrauch davon machten. So gab es auch in Werne zwischenzeitlich nur 4 bis 5 Sirenen, die nicht abgebaut worden waren. Nun wolle man wieder aufstocken, so Kneip.

Sirenen warnen nicht nur vor Kriegsereignissen

Der Sirenenalarm warnt nicht nur vor kriegsbedingten Ereignissen, sondern auch vor flächendeckenden Bedrohungslagen wie Feuer, Rauch, Pandemien oder schwerem Unwetter. Wer den Sirenenalarm in Werne nicht wahrgenommen hat, kann „blinde“ Flecken an die Stadtverwaltung unter verwaltung@werne.de, per Telefon 02389/711 oder über den Mängelmelder melden.

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