Karnevalsfeiern in der Öffentlichkeit fallen dieses Jahr ins Wasser. Zusammen mit den vier Werner Karnevalsvereinen führen die „Eventhelden“ mit Frederick Papies (rechts) eine Online-Feier durch. © Marcel Drawe
Karneval in Werne

„Eventhelden“ und Werner Karnevalsvereine stellen Online-Party auf die Beine

Normale Karnevalsfeiern fallen dieses Jahr ins Wasser. Die „Eventhelden“ und die vier Werner Karnevalsvereine bereiten gerade eine Online-Alternative vor. Dahinter steckt viel Arbeit.

Karneval: Das ist die Zeit der ausgelassenen Feiern mit vielen Menschen. Nicht aber in der Corona-Pandemie. Sämtliche öffentliche Feiern wurden bereits im vergangenen Jahr abgesagt.

In Werne werden die Narren trotzdem etwas zu feiern haben. Das Veranstaltungsunternehmen „Eventhelden“ organisiert zusammen mit den vier Werner Karnevalsvereinen eine alternative Karnevalsveranstaltung im Internet.

Alle Werner Karnevalsvereine sind dabei

„Karneval fällt flach. Da haben wir uns gedacht, lassen wir uns was einfallen“, sagt Frederick Papies, Geschäftsführer der „Eventhelden“. Daraufhin hätte man mit der Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK) Kontakt aufgenommen. „Aber warum nur ein Verein. Werne hat vier. Wir nehmen alle mit ins Boot“, führt Papies fort.

Die Zusage der Werner Karnevalsvereine kam prompt. Die Vereine seien positiv überrascht gewesen. „Es ist eine Win-Win-Situation. Die Vereine können zeigen, dass sie trotz der schwierigen Situation da sind. Wir erhoffen uns Repräsentation und Reichweite“, erklärt Papies.

Die Eventhelden haben seit Oktober 2020 schon einige Online-Partys veranstaltet. Und die kämen bei den Zuschauern gut an. „Die, die wir bisher gemacht haben, sind gut gelaufen. Wenn die Rückmeldungen nicht entsprechend gewesen wären, würden wir es nicht weiter machen“, sagt Geschäftsführer Papies. Eine Online-Karnevals-Veranstaltung ist aber auch für sie neu.

Feel-Fit stellt Räumlichkeiten für die Bühne

Normalerweise übertragen die „Eventhelden“ ihre Partys aus ihrem 45 Quadratmeter großen Lager live ins Internet. „Das ist für den Karneval aber zu klein. Vom Fitnessstudio Feel-Fit in Werne haben wir einen Kursraum bekommen“, teilt Papies mit.

Seit Sonntag, 7. Februar, sei man damit beschäftigt, die 10 Meter breite Bühne in dem Kursraum aufzubauen. „Das wird die Woche lang dauern. Es ist viel Arbeit, alles Corona-konform zu gestalten. Wir haben Einbahnstraßensysteme. Alle Arbeitsplätze wie Ton und Regie müssen getrennt sein“, erklärt Papies. Das Licht müsse programmiert werden, die Vorhänge beleuchtet und mehrere Hundert Meter Kabel verlegt werden, um einige Baustellen zu nennen.

Die Vorbereitungen für die Online-Fete dauern aber schon länger. Bereits seit Anfang der vergangenen Woche sei man mit dem Ordnungsamt der Stadt Werne in Kontakt, um ein Hygieneschutzkonzept für die Veranstaltung zu erarbeiten. Denn: Neben dem Produktionsteam gibt es natürlich Auftritte der Karnevalsvereine. Deshalb gebe es auch einen Corona-Schutzbeauftragten, der vor Ort auf die Einhaltung der Regeln achtet.

Es soll eine typische Karnevalssitzung werden

Auch zum Programm kann Frederick Papies schon einiges verraten. So wolle man eine typische Karnevalssitzung durchführen – mit Büttenreden, normalen Reden, Tänzern und Sängern. „Das komplette Programm eben. Nur Corona-konform. Es werden nicht zehn Personen zusammen auf der Bühne stehen“, führt der Geschäftsführer fort.

Zwischen den Auftritten soll ein DJ dem Publikum im heimischen Wohnzimmer einheizen. Das offizielle Karnevalsprogramm geht am Samstag, 13. Februar, von 16:11 bis 20:11 Uhr. Danach ist noch bis 1 Uhr Partyabend mit mehreren DJs und Moderation. Dieser soll interaktiv sein. „Die Leute können Spenden, etwa für einen Konfettiregen oder um dem DJ eine Torte ins Gesicht werfen zu lassen“, so Papies.

Für die Spenden sei man dankbar. Man freue sich über jeden einzelnen Euro, denn dieser helfe den Veranstaltungstechnikern in der Corona-Pandemie durchzuhalten. „Wir haben keine Einnahmemöglichkeiten und sind keine Riesenfirma“, erklärt der Geschäftsführer. Die Karnevalsveranstaltung führen die „Eventhelden“ nämlich ehrenamtlich durch.

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