Erntezeit hat begonnen

WERNE Auch wenn es nur wenige trockene Tage gibt, die Erntezeit in Werne und der Region hat begonnen. Doch nicht immer gelingt es, die Gerste rechtzeitig einzuholen.

18.07.2008, 14:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die ersten Mähdrescher waren auf Wernes und Stockums Feldern im Einsatz.

Die ersten Mähdrescher waren auf Wernes und Stockums Feldern im Einsatz.

Gerade in diesem Jahr sei es wichtig, das Getreide trocken zu ernten, so der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Reinhard Döring. "Alles was über einem Feuchtegehalt von 15 Prozent liegt, muss in Trocknungsanlagen nachgetrocknet werden", so Döring in einer Pressemitteilung. Bei den explodierten Energiepreisen sei das mit einem hohen Kostenaufwand verbunden und kaum wirtschaftlich.

Anfang Juli wurden erste Gerstebestände gemäht - mit Unterbrechungen. Erst wenn sich das Wetter verbessere, könne weiter geerntet werden. Die vorläufigen Ergebnisse seien zufriedenstellend und ließen zumindest bei der Gerste eine gute Ernte mit guten Qualitäten erwarten. Unwetter oder lang anhaltende Regenperioden könnten die Getreidebestände natürlich auch jetzt noch stark schädigen.

Hohe Energiekosten treffen Bauern Da gutes Wetter deshalb von den Bauern voll ausgeschöpft werden müsse, bittet Döring Anwohner um Verständnis, wenn auch abends die Mähdrescher und Traktoren unterwegs seien. Hohe Energiekosten träfen die Bauern zudem beim Diesel, da dieser im Vergleich zu anderen Ländern in Europa im landwirtschaftlichen Bereich mit einem bedeutend höheren Steuersatz versehen sei.

"Wir wirtschaften flur einen europäischen Markt müssen aber mit unterschiedlichen Wettbewerbsvoraussetzungen klar kommen", so Döring.

Nach der Gerstenernte stehe zunächst der Raps auf dem Plan, danach würde der Weizen geerntet und ebenfalls die mengenmäßig unbedeutenderen Früchte Hafer, Roggen und Triticale, erläutert Landwirtevorsitzender Reinhard Döring.

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