Klaus Reckers erobert mit Erfindung das Fernsehen - So war es für ihn und hier können Sie es sehen

dzErfindung aus Werne

Der Werner Erfinder Klaus Reckers ist zum Fernsehstar geworden. Was denkt er selbst über seinen Auftritt und wie hat er ihn erlebt? Wir haben mit ihm gesprochen und zeigen Ihnen die Sendung.

Werne

, 23.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgeregt sitzt Klaus Reckers (66) auf seiner Couch: Die Fernbedienung in der Hand, seine Frau neben ihm. Gleich geht es los. Der Moment, auf den Erfinder Klaus Reckers gewartet hat, ist zu Greifen nah. Er hat es mit seiner Leiter-Erfindung ins Fernsehen geschafft.

„So häufig habe ich nicht das Vergnügen, mich im Fernsehen zu sehen“, sagt Klaus Reckers. „Aber das ist schon eine tolle Sache“, sagt der ehemalige Schlosser nach seinem Fernseheauftritt am Dienstagabend in der MDR-Sendung „Einfach genial“.

Hier können Sie den Auftritt des Werner Erfinders bei „Einfach genial“ sehen:

In seiner charmanten Art präsentiert Reckers in der Fernsehsendung seine Erfindung: einen Aufsatz für Leitern, um die Trittfläche zu vergrößern und für Sicherheit zu sorgen. Schmerzende Füße? Die soll es mit der Erfindung aus Werne nicht mehr geben.

Der Fernsehbeitrag zeigt den Rentner in seinem Garten auf der Leiter vor seinem Kirchschbaum, in seinem Keller und auch bei seinem Nachbar, der den Leiterhelfer begeistert ausprobiert. „Die Berichterstattung war richtig gut“, sagt Reckers, der den Beitrag vor der Ausstrahlung auch nicht kannte, und ist zuversichtlich, was die Zukunft seiner Erfindung angeht.

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Am Tag nach Ausstrahlung seines Fernsehauftritts konnte Reckers nicht mehr unerkannt durch die Straßen Wernes laufen, wie er selbst sagt. „Die Leute haben mich angesprochen. Manche kannte ich, manche aber auch nicht“, sagt der 66-Jährige. Einige haben ihn im Fernsehen gesehen, andere kennen ihnen von Artikeln aus dieser Redaktion.

„Dass sich das alles so entwickelt, hätte ich nie gedacht“, sagt Reckers. „Ich bin zuversichtlich, dass es so gut weiter läuft.“ Nach der Premiere bei „Einfach genial“ beim MDR soll der Beitrag auch beim NDR und WDR laufen.

Werner Erfinder könnte sich daran gewöhnen, im Fernsehen zu sein

„Ich könnte mich daran gewöhnen, dass ich im Fernsehen bin“, sagt Reckers mit einem Lachen. Doch eines muss dabei stimmen: sein Bauchgefühl. Auf das hat Reckers schon bei der Zusage für den MDR-Dreh gehört. Zwei andere Anfragen - unter anderem von der ProSieben-Sendung „Das Ding des Jahres“ mit Joko Winterscheidt - lehnte er ab.

Neben Reckers vierminütigem Beitrag zeigte „Einfach genial“ noch drei andere Erfindungen am Dienstagabend: einen Schaukelstuhl zum Falten, eine Deckelsicherung für Mülltonnen und eine Therapie mit DDR-Gegenständen. Gesehen hat Reckers das alles auch mit großem Interesse - aber auch aus Erfinder-Sicht.

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„Das nicht aus allen Erfindungen letztlich etwas wird, ist klar“, sagt Reckers. Dass seine Erfindung nicht zu denen gehört, die den Durchbruch verpassen, hofft der Werner Erfinder schwer. Doch dafür braucht er jetzt die Hilfe von Produzenten und Marketing-Experten.

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