Einschulung St. Christophorus: Begrüßung hinterm Flatterband

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Um größtmögliche Normalität bemühte sich das Christophorus Gymnasium am Mittwoch bei der Begrüßung der neuen Schüler. Aber das Coronavirus brachte den gewohnten Ablauf schon durcheinander.

Werne

, 12.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So viel Normalität wie eben möglich wollte Thorsten Schröer, Schulleiter des Gymnasiums St. Christophorus (GSC), den 94 neuen Fünftklässlern und ihren Eltern bieten. Die Feier am Mittwochmorgen wies etliche bekannte Elemente, wie etwa die Baumpflanzung auf. Doch die Corona-Beschränkungen waren an jeder Ecke zu spüren.

Das sagte der Schulleiter selbst bei der Begrüßung der 94 neuen Schülerinnen und Schüler. „Ich würde euch jetzt gerne ins Gesicht sehen und eure Freude oder Aufregung wahrnehmen“, bedauerte er, dass die Kinder vermummt vor ihm stehen mussten. „Aber vielleicht kann ich ja schon im September in eure Gesichter schauen“, gab er sich optimistisch, was ein mögliches Ende der Maskenpflicht angeht.

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So lief die Einschulung am Gymnasium St. Christophorus 2020

Um größtmögliche Normalität bemühte sich das Christophorus Gymnasium am Mittwoch bei der Begrüßung der neuen Schüler. Aber das Coronavirus brachte den gewohnten Ablauf schon durcheinander.
12.08.2020
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Daniela (47, v. l.), Charlotte (10.) und Edgar Kooijman aus Ascheberg freuen sich auf der Einschulungsfeier, trotz der Einschränkungen.© Jörg Heckenkamp
Schulleiter Thorsten Schröer bedauert, dass die Einschulungsfeier unter den Corona-Beschränkungen laufen muss.© Jörg Heckenkamp
Corona kann die gute Laune von (v. l.) Claudia (41), Caroline (9) und Thorsten (47) Bleckmann an diesem festlichen Tag nicht trüben.© Jörg Heckenkamp
Schüler-Paare aus allen drei Eingangsklassen helfen bei der Baumpflanzung.© Jörg Heckenkamp
Die Schulgeistlichen Claudia Rosenbusch und Andreas Dahlmann spenden einen allgemeinen Segen. Ansonsten wäre jedes Kind einzeln an der Reihe gewesen.© Jörg Heckenkamp
Nach der Feier gingen die einzelnen Klassen mit gehörigem Abstand zueinander in ihre Klassenräume.© Jörg Heckenkamp
Nach der Feier gingen die einzelnen Klassen mit gehörigem Abstand zueinander in ihre Klassenräume.© Jörg Heckenkamp
Erprobungsstufen-Koordinatorin Klaudia Poremba verkündete den Schülern nach dem Segen durch die Geistlichen: "Ihr seid jetzt offiziell Schüler des Christophorus-Gymnasiums."© Jörg Heckenkamp
Nach der Feier gingen die einzelnen Klassen mit gehörigem Abstand zueinander in ihre Klassenräume.© Jörg Heckenkamp
Famile Kooijman wartet auf Bekannte vor der Feier.© Jörg Heckenkamp
Schulseelsorger Andreas Dahlmann weist Schüler und Eltern in ihre Bereiche.© Jörg Heckenkamp
Hinter den Masken lächeln Christoph (l., 10) und Henri (9) und sind etwas aufgeregt.© Jörg Heckenkamp
Thorsten Schröer, Schulleiter des Gymnasiums St. Christophorus, begrüßt die Fünftklässler und ihre Eltern.© Jörg Heckenkamp
Eva und Juna aus der 5a helfen Bernhard Krukenbaum beim Pflanzen der Robinie, die eine wachsende Erinnerung an den Einschulungstag darstellen soll.© Jörg Heckenkamp
Schüler-Paare aus allen drei Eingangsklassen helfen bei der Baumpflanzung.© Jörg Heckenkamp

Der Tag begann für die neuen Gymnasiasten offiziell um 10 Uhr am Mittwoch auf der Wiese vor der Turnhalle. „Gut, dass wir die große Wiese haben“, sagte Schröer auf Anfrage der Redaktion. Denn das großzügige Gelände erlaubte, im Gegensatz zu vielen anderen Schulen, eine gemeinsame Feier aller Schul-Neulinge. Aufgeteilt nach den Klassen a, b und c stellten sich die Kinder in den mit Flatterband markierten Bereichen auf. „Ein bisschen sieht es aus, als seid ihr in einer Startbox wie beim Trabrennen“, scherzte der Schulleiter.

Die Eltern hatten sich derweil nach hinten in die schattigen Bereiche der Wiese gestellt. Bei knapp 30 Grad rutschten hier schnell bei dem einen oder anderen die Mund-Nase-Masken unters Kinn. Die Kinder verhielten sich dagegen vorbildlich und behielten ihren Schutz trotz der Hitze auf.

Schule hatte per Elternbrief über Procedere informiert

Schon vorab hatte die Schule die Eltern über den Ablauf der Schuleingangsfeier informiert. So war klar, dass jedes Kind nur zwei Begleitpersonen mitbringen durfte. „Das finden wir nicht so schlimm“, sagt beispielsweise Daniela Kooijman. Sie begleitete gemeinsam mit Ehemann Edgar Tochter Charlotte (10) zur Feier: „Mehr Personen aus der Familie wären sowieso nicht mitgekommen.“

Ähnliches war auch von Familie Bleckmann zu hören. „Wir sind schon froh, dass wir beide als Eltern mitkommen dürfen“, sagt Claudia Bleckmann. Ihr Mann Thorsten ergänzt: „Die anderen kommen dann eben nachmittags zu uns und wir feiern dann gemeinsam die Einschulung von Caroline.“ Es sei schön, dass Caroline endlich wieder in den Unterricht könne, sagte Mutter Claudia. Denn schon vor den Sommerferien war sie von der Quarantäne an der Wiehagen-Grundschule betroffen.

Obwohl es der erste Schultag und damit traditionell aufregend und unruhig war, verlief die Feier in geregelten Bahnen. Die traditionelle Baumpflanzung fand statt, allerdings durften Kinder aus den drei Eingangsklassen nur nacheinander mithelfen, die Robinie auf die Wiese vor der Turnhalle zu setzen. Traditionell pflanzt die Schule ein Exemplar des „Baumes des Jahres“ für jeden Einschulungs-Jahrgang.

Die beiden Schulseelsorger Andreas Dahlmann und Claudia Rosenbusch segneten die Kinder anschließend nicht einzeln, wie sonst üblich, sondern im Klassenverbund. Einschulungs-Koordinatorin Klaudia Poremba erklärte den weiteren, streng geregelten Ablauf des Vormittags und sagte zu den Jungen und Mädchen in den Flatterband-Boxen: „Ihr seid jetzt offiziell Schüler des Gymnasiums St. Christophorus.“

Anschließend stürmten die Kinder nicht in die Klassenräume, sondern gingen diszipliniert, Klasse für Klasse mit entsprechendem Abstand, von der Wiese in das Schulgebäude. Und da spendeten die stolzen Eltern viel Beifall.

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