Die Surfworld, die in den kommenden Jahren in Werne entsteht, soll die größte Wellensurf-Anlage der Welt werden. © Stadt Werne
Wellensurf-Anlage in Werne

Einige voten für „eher negativ“: So schätzen die Bürger die Surfworld in Werne ein

Mit dem Bürgerforum zur Surfworld in Werne haben die Verantwortlichen für die versprochene Transparenz in den Planungen gesorgt. In dem Live-Stream zeigten Bürger, wie das Projekt bisher bei ihnen ankommt.

Der Initiator und Projektträger der Surfworld Werne, Dr. Michael Detering, gab schon früh ein Versprechen, nachdem er seine Pläne im September 2020 bekannt gegeben hat. Man wolle die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und zeigen, wie die Planungen voran schreiten. Auch kritische Fragen seien erwünscht. „Schauen Sie uns gern auf die Finger“, erklärte er wenig später gegenüber der Politik.

Nun, ein gutes halbes Jahr später, hatten die Verantwortlichen zum Bürgerforum per Live-Stream eingeladen. Statt wie geplant im Kolpingsaal wurde die Veranstaltung am Dienstagabend (11. Mai) von den Eventspezialisten der Firma „satis&fy“ aus einem eigenen Studio in die Wohnzimmer der Interessenten übertragen.

Zwei Drittel steht Surfworld in Werne „sehr positiv“ gegenüber

Dabei nutzten einige die Gelegenheit, um (kritische) Fragen zu dem Millionen-Projekt zu stellen. Für die Verantwortlichen selbst um Initiator Dr. Michael Detering hingegen gab das Bürgerforum die Möglichkeit, zu erfahren, wie das Projekt überhaupt in Werne und der Region angenommen wird. Während der Live-Veranstaltung, die Elmar Thyen aus dem Studio 20/20 von „satis&fy“ moderierte, konnten die Teilnehmer ihre Meinung zu der geplanten Surfworld in Werne äußern.

Zu Anfang der mehr als eineinhalb-stündigen Live-Veranstaltung wollten die Organisatoren von den Zuschauern wissen, wie sie zu einem Surfpark in Werne stehen. 59 Prozent der Umfrageteilnehmer stehen dem Vorhaben „sehr positiv“ gegenüber, 10 Prozent „eher positiv“ und 24 Prozent „eher negativ“. 6 Prozent der Zuschauer gaben „keine Meinung“ ein.

Es kristallisierte sich zudem heraus, worin das größte Interesse rund um die Surfworld besteht. Auf die Frage „Was interessiert Sie am meisten bei dem Projekt?“ antworteten 39 Prozent mit „Wertschöpfung für die Region“, 29 Prozent mit „die Surfbedingungen“, 21 Prozent mit „das Baurecht“ und 8 Prozent mit „die Forschung“. Daraus kann man schließen, das neben Menschen aus der Region und Werne auch einige Surfer eingeschaltet haben.

Durchschnittlich verfolgten 350 Zuschauer das Bürgerforum. In der Spitze seien es 750 Personen auf verschiedenen Plattformen wie etwa Facebook gewesen, berichtet Falk Cordes, Projektleiter von „satis&fy“.

Im Bürgerforum per Live-Stream konnten Bürgerinnen und Bürger Fragen an die Verantwortlichen im Studio, hier kurz vor der Generalprobe, stellen.
Im Bürgerforum per Live-Stream konnten Bürgerinnen und Bürger Fragen an die Verantwortlichen im Studio, hier kurz vor der Generalprobe, stellen. © Andrea Wellerdiek © Andrea Wellerdiek

Neben Fragen zum Klima- und Lärmschutz wollte eine Leserin von Bau- und Planungsdezernent Ralf Bülte wissen, wieso die Fläche an der ehemaligen Zeche nun zur Freizeiteinrichtung wird und sich stattdessen nicht dort das an der Nordlippestraße geplante Industrie- und Gewerbegebiet ansiedeln könnte. Das Gebiet sei mit seinen etwa zehn Hektar Baufläche schlichtweg zu klein, so Bülte. Das Gebiet an der Nordlippestraße bietet hingegen eine Baufläche von gut 25 Hektar.

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Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
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