Wochenrückblick

Die Woche in Werne: Villa-Abriss, Wochenmarkt-Ärger, Hussel-Insolvenz

Gerade in Zeiten der Pandemie überschlagen sich die Nachrichten. Wir blicken auf die Themen, die in den vergangenen sieben Tagen in Werne besonders für Aufsehen gesorgt haben - auch abseits von Corona.
Wir blicken auf Themen, die die Lippestadt in den vergangenen sieben Tagen besonders bewegt haben. © Feldermann

Gibt es in der Werner Innenstadt etwa bald einen weiteren Leerstand – und dann auch noch mitten am Marktplatz? Diese Frage stellten sich die Werner am Dienstag (18. Januar). Der Grund: Das Dachunternehmen Deutsche Confiserie Holding GmbH des Süßwarenhandels Hussel hatte eine vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Norderstedt beantragt.

In den sozialen Netzwerken kam dann auch gleich das Gerücht auf, die Filiale am Werner Marktplatz würde schließen. Clemens Overmann, der besagte Filiale als Franchisenehmer betreibt, stellte allerdings direkt klar: „Der Laden wird weiter bestehen.“ Eine gute Nachricht – nicht nur für Naschkatzen.

Der Abriss der alten Villa der Familie Leenders am Brinkhof hat begonnen.
Der Abriss der alten Villa der Familie Leenders am Brinkhof hat begonnen. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Abriss der Leenders-Villa sorgt für spektakuläre Bilder

Am Dienstagmorgen (19. Januar) startete der Abriss der alten Leenders-Villa. Zwischen 600 und 800 Tonnen Schutt würden übrig bleiben, schätzte Projektleiter Marco Blix im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Volksbank Kamen-Werne, die das Gebäude von das Gelände von der Familie Leenders erworben hat, will auf der Fläche bekanntlich 18 Wohnungen errichten. Platz genug dürfte es jedenfalls geben. Das Grundstück ist nämlich knapp 1600 Quadratmeter groß.

Beim Homeschooling hapert's nicht nur an der Technik.
Beim Homeschooling hapert’s nicht nur an der Technik. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Probleme beim Homeschooling gibt es auch weiterhin

Im Zuge der neuen Coronaschutzverordnung wurden einige Maßnahmen verlängert und sogar verschärft. Auch die Schulen sind betroffen. Denn der Distanzunterricht soll noch bis mindestens zum 14. Februar andauern. Doch die Tatsache, dass man inzwischen reichlich Erfahrung in Sachen Homeschooling sammeln konnte, bedeutet nicht, dass die Schulen nun frei von Sorgen sind. Im Gegenteil.

„Wir kriegen das hin. Aber niemand ist so richtig glücklich damit. Denn wir können im Distanzunterricht nicht das erreichen, was wir hier im Präsenzunterricht erreichen“, betonte Helmut Gravert, Leiter des Berufskollegs. Das Erreichen bezieht sich dabei weniger auf die Technik, sondern viel mehr auf den persönlichen Kontakt. Der sei auf Distanz natürlich schwieriger. Schüler zu motivieren und sie zu fördern funktioniere im Präsenzunterricht einfach besser.

Auf dem Wochenmarkt in Werne dürfen auch Non-Food-Händler ihre Ware anbieten.
Auf dem Wochenmarkt in Werne dürfen auch Non-Food-Händler ihre Ware anbieten. © Helga Felgenträger (Archiv) © Helga Felgenträger (Archiv)

Ärger auf dem Wochenmarkt – Händler solidarisieren sich

Erst nein, dann doch: Non-Food-Händler, die etwa Textilien anbieten, durften ihre Stände zunächst nicht auf dem Werner Wochenmarkt aufbauen. Lediglich Händler, die Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel verkaufen, waren erlaubt. Plötzlich durften sie doch – auch in Werne. Das empfanden die ortsansässigen Einzelhändler, die aktuell schließlich keine Pullover, T-Shirts, Uhren und Co. verkaufen können, als ungerecht. Die starke Reaktion der Markthändler: Sie reduzierten aus Solidarität ihr Sortiment. Die Geste kam gut an – nicht nur bei den Wochenmarktbesuchern.

So voll wie bei dieser Aufführung dürfte es in der Freilichtbühne Werne nicht so schnell wieder werden.
So voll wie bei dieser Aufführung dürfte es in der Freilichtbühne Werne nicht so schnell wieder werden. © Lea Hölscher (Archiv) © Lea Hölscher (Archiv)

Freilichtbühne Werne sagt alle Sommerstücke ab

Schlechte Nachrichten für alle Fans der Freilichtbühne: Schweren Herzens haben die Verantwortlichen der Freilichtbühne die drei Sommer-Stücke abgesagt. „Wir sehen uns leider, wie auch im letzten Jahr, nicht in der Lage, die Inszenierungen Jim Knopf, Winnie Wackelzahn und Schlager, Stars und deutsche Welle ausreichend zu proben“, erklärte Vorsitzender Christoph Bergmann. Die Corona-Pandemie macht den ursprünglichen Planungen einen Strich durch die Rechnung. Die gute Nachricht: Die gesamte Saison fällt nicht aus – in der Hoffnung, dass man kurzfristig etwas inszenieren könnte.

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