Wir blicken auf Themen, die die Lippestadt in den vergangenen sieben Tagen besonders bewegt haben. © Feldermann
Wochenrückblick

Die Woche in Werne: Digitalisierung, Virus-Mutation und Schützenfest-Absagen

Gerade in Zeiten der Pandemie überschlagen sich die Nachrichten. Wir blicken auf die Themen, die in den vergangenen sieben Tagen in Werne besonders für Aufsehen gesorgt haben - auch abseits von Corona.

In der momentanen Corona-Situation fällt es in den meisten Bereichen schwer, etwas für die Zukunft zu planen. Letzte Woche berichteten wir an dieser Stelle von den schwebenden Veranstaltungsterminen des Werne Marketings.

Die Jugendzentren Paradise und Juwel aus Werne veranstalten jedes Jahr Sommerferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche. Die Buchung für den Campingplatz in Duinrell in den Niederlanden (musste letztes Jahr wegen Corona abgesagt werden) haben die Jugendzentren weiterhin bestehen lassen – in der Hoffnung, dass die Reise zumindest dieses Jahr stattfinden kann. Geplant ist die Fahrt für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren vom 3. Juli bis zum 10. Juli 2021. Bisher sind noch keine konkreten Alternativ-Angebote für die Sommerferien geplant, falls die Freizeit nach Duinrell ausfallen muss.

Ob die Werner Jugendfreizeiten in diesem Jahr in ihrer ursprünglichen Form stattfinden können, ist noch nicht vollends klar.
Ob die Werner Jugendfreizeiten in diesem Jahr in ihrer ursprünglichen Form stattfinden können, ist noch nicht vollends klar. © Felix Püschner (A) © Felix Püschner (A)

Sperrmüllkarten: Politik und Bürger fordern schnelle Digitalisierung

In Lockdown-Zeiten haben sich viele Angebote und Dienstleistungen ins Internet verlagert. Allerdings hinken noch so manche Verwaltungsdienstleistungen trotz der Digitalisierungsstrategie, die bekanntlich auch die Verwaltung der Stadt Werne verfolgt, hinter. Die momentane persönliche Vorgehensweise der Beantragung einer Sperrmüllkarte sorgt bei Bürgern und auch in der Politik für Unverständnis. Die Werner SPD hat deshalb in einem Antrag die Mitglieder des Ausschusses für Digitalisierung und Bürgerservice beauftragt, eine digitale Lösung zu finden.

Ordnungsdezernent Frank Gründken hält den Vorschlag nicht nur für gut, sondern betont, dass man bereits an der Sache dran sei. Die Sperrmüllkarte sei eine Verwaltungsleistung, bei der sich eine vollständige Digitalisierung besonders lohnen würde – und auch möglich sei. Dazu müsse man intern allerdings noch zum Beispiel das Thema e-Payment klären.

Eine Sperrmüllkarte kann man bei der Stadt Werne nicht online beantragen – das nervt Bürger und Politik besonders jetzt in Corona-Zeiten.
Eine Sperrmüllkarte kann man bei der Stadt Werne nicht online beantragen – das nervt Bürger und Politik besonders jetzt in Corona-Zeiten. © Felix Püschner © Felix Püschner

Britische Virus-Mutation in Hamm mit Verbindung nach Werne?

Als im Herbst 2020 die Corona-Infektionszahlen nach einer Großhochzeit in Hamm in die Höhe schnellten und der damalige Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) von einer zweiten Corona-Welle sprach, gab es Verbindungen in die Nachbarstadt Werne. Deshalb fragten wir zum aktuellen Fall, wo ein Bauarbeiter in Hamm auf die britische Variante des Coronavirus positiv getestet wurde, und es deshalb am Montagabend (15. Februar) zu einem Großeinsatz im Hammer Westen kam, bei Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne, nach. Für Werne hatte das Ordnungsamt zu dem Zeitpunkt keine Meldung vom Gesundheitsamt zu der britischen Variante vorliegen.

Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Ist eine Verbindung nach Werne zu befürchten?
Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Ist eine Verbindung nach Werne zu befürchten? © dpa © dpa

Impfung ist für junge Krankenschwester ein Lichtblick

Die 23-jährige Wernerin Hannah Wetter bekam am 1. Februar ihre erste Impfung gegen das Coronavirus. Wer sich fragt, weshalb so eine junge Frau schon eine Impfung erhält: Sie arbeitet als Krankenschwester auf der Pneumologie-Station (Lungenheilkunde) des St.-Christophorus-Krankenhauses in Werne. Dass sie und ihre Kollegen sich nun impfen lassen konnten, hat gleich für eine positivere Stimmung und Erleichterung gesorgt. Sie berichtet außerdem, wie sich die Arbeit während der Corona-Pandemie im Krankenhaus geändert hat und wie sie mit privaten Kontakten umgeht. Zum Beispiel machen sie und ihre Kollegen getrennt Pause und sie versucht sich bewusst strikt von ihrer Familie abzuschotten.

Hannah Wetter (23) hat ihre erste Impfung hinter sich. Die Injektion sorgte nicht nur wegen ihres Jobs für Erleichterung bei der jungen Wernerin.
Hannah Wetter (23) hat ihre erste Impfung hinter sich. Die Injektion sorgte nicht nur wegen ihres Jobs für Erleichterung bei der jungen Wernerin. © Hannah Wetter © Hannah Wetter

Erste Schützenfeste in diesem Jahr abgesagt

In Werne ist das Schützen-Vereinsleben, außerhalb von Corona, noch sehr präsent. Spätestens an Pfingsten beginnt in der Lippestadt normalerweise die Saison für die Schützen. Doch in diesem Jahr haben viele Vereine bereits ihre Schützenfeste abgesagt. Während einige Verantwortliche der Schützenvereine Holthausen-Schmintrup und Baaken noch auf eine Durchführung im Spätsommer hoffen, haben andere für Klarheit gesorgt. So kommt es dazu, dass der Schützenverein „Am Nierstenholz“ sogar insgesamt fünf Jahre auf sein Schützenfest warten wird.

Blick in eine ungewisse Saison: Einige Vereine aus Werne haben ihre Schützenfeste bereits abgesagt, andere wiederum hoffen auf Events im Spätsommer. Und einige Schützen warten fünf Jahre auf ihr nächstes Fest.
Blick in eine ungewisse Saison: Einige Vereine aus Werne haben ihre Schützenfeste bereits abgesagt, andere wiederum hoffen auf Events im Spätsommer. Und einige Schützen warten fünf Jahre auf ihr nächstes Fest. © Bernd Warnecke (A) © Bernd Warnecke (A)
Über die Autorin
Redaktion Werne
Von Kind auf bin ich mit der Stadt Werne vertraut und schätze die Atmosphäre mit den alten Fachwerkhäusern in der Lippestadt. Als erste Ansprechpartnerin kenne ich das vielfälige Vereinsleben in der Stadt und entdecke dabei immer wieder Neues. Das macht den Beruf so spannend.
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