Die größten Verbrechen in Werne: Wer ist der Serientäter im Maisfeld?

dz10 Mal Werne

Moderne Ermittlungsverfahren, DNA-Spuren und doch ist ein Serien-Täter noch auf freiem Fuß: Seit Mitte der 1980er Jahre wird immer wieder die Mais-Ernte sabotiert.

Werne

, 26.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit Mitte der 1980er Jahre kommt es in Werne und Umgebung immer wieder zu Sabotageanschlägen auf Lohnunternehmer durch Metallteile in Maisfeldern. Zeitlicher Höhepunkt war das Jahr 2006, als es zwischen dem 15. August und 30. September zu 14 Sabotageakten in Werne, Cappenberg, Südkirchen und Herbern kam. In zwei weiteren Fällen blieb es beim Versuch.

Über all die Jahre kam es wohl zu mehr als 100 Sabotage-Akten. Bei einem Großteil der Taten handelt es sich um einen Serientäter - der jedoch „Unterstützung“ von Trittbrettfahrer bekam. In allen Fällen fand die Polizei Metallschrauben und Flacheisen, die mit Klebeband an den Maispflanzen befestigt worden waren. Die Folge: Große Schäden an den Erntemaschinen der Lohnunternehmer, der in der Gesamtheit inzwischen in die Millionen geht. Menschen kamen wie durch ein Wunder nicht zu schaden.

Suche nach dem Täter ist wie die nach der Nadel im Heuhaufen

Mit der Polizei lieferte sich der Täter ein Katz-und-Maus-Spiel - und lernte stets dazu. Als die Polizei beispielsweise über die Schraubennummern herauszufinden versuchte, wo diese gekauft worden waren, flexte der Täter sie beim nächsten Sabotageakt ab.

Einmal glaubte sich die Polizei am Ziel: Eine heiße Spur gab es im Jahr 2006, und in der Folge wurde ein 58-jähriger Werner angeklagt. Das Klebeband, das der Täter benutzt hatte, konnte das Landeskriminalamt mit DNA-Analysen dem Angeklagten zuordnen. Dem Amtsgericht reichte das für eine Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe unter Auflage einer Geldbuße, doch in zweiter Instanz wurde das Urteil aufgehoben. Denn die Anschlagsserie hatte sich unterdessen fortgesetzt und endete bislang nicht.

Jetzt lesen
Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt