Das Spielmobil "Rappelkiste" erstrahlt im neuen Farbglanz

WERNE/STOCKUM Dunkelrot, langweilig und gar nicht kinderfreundlich: so war das Spielmobil des Kinderheims St. Josef bisher bekannt. Doch jetzt bekam die "Rappelkiste" ein neues Gewand. Sprayen war angesagt und sogar ein Künstler half dabei. Nichts da mit "schmieren", wie es die Erwachsenen oft bezeichnen.

von Von Kathrin Schmitt

, 11.07.2008, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf dem Parkplatz des Jugendheims Paradise in Stockum wurde im Zuge des Jugendferienprogramms das Spielmobil mit Lackfarben im Graffiti-Stil umgestaltet. Extra für diese Aktion wurde der 23-jährige Künstler Matthias Fähnrich engagiert. Er studiert im 5. Semester Grafikdesign an der FH Dortmund und half schon letztes Jahr eine triste Wand auf dem Gelände des Jugendzentrums Rapunzel zu besprühen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

"Das Spielmobil soll jugendlich frisch wirken und durch das kindliche Motiv sofort denn Sinn des Autos wiedergeben.", so Matthias Fähnrich. Betreut wurde die Graffiti-Aktion von Martin Niehaus und Jan Kessler, die das Geschehen vor Ort mit Freude beobachteten. "So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: eine gute Aktion und ein schönerer Bulli", sagt Jan Kessler. Die Aktion hat aber auch einen pädagogisch wertvollen Hintergrund. So wird den Jugendlichen demonstriert, dass man Graffiti nicht nur illegal an Wände schmieren muss, sondern auch schöne Kunstwerke auf vorgegebenen Flächen oder Wänden schaffen kann.

Eigene künstlerische Fähigkeiten entdecken

Martin Niehaus hofft, dass " sich die Kinder mit dem Thema beschäftigen und vielleicht auch ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken." Gesponsort wurde die Umgestaltung von dem Kinderheim St. Josef, die sowohl die Sprühdosen, als auch ihr Spielmobil "Rappelkiste" zur Verfügung stellten. So konnten Jugendliche ab zwölf Jahren, geschützt durch eine Schutzmaske, ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es entstand ein kindliches Motiv mit lachenden Hüpfbällen und einem farbenfrohen Hintergrund.

Das Ziel, dass die "Rappelkiste" mehr ins Auge fällt und dass Kinder beim Anblick des neuen Spielmobils sofort Freude empfinden, dürfte mit dieser Aktion erreicht worden sein.

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