In der Straße „Holtkamp“ kam es in einem Hochhaus zu einem Corona-Ausbruch. Der Kreis Unna hat das Haus unter Quarantäne gestellt. Seit Freitag ist ein Wachdienst vor Ort. © Jörg Heckenkamp
Coronavirus in Werne

„Das hätte überall stattfinden können“: Quarantäne nicht Auslöser für Bedrohung mit Messer

In einem Hochhaus im Holtkamp in Werne hat ein Bewohner andere mit einem Messer bedroht. Der Familienstreit hatte nichts mit der Quarantäne-Situation zu tun, wie die Polizei verdeutlicht.

Weil ein Mann andere Personen mit einem Messer bedroht hat, rückte am Mittwochnachmittag (3. März) ein Spezialeinsatzkommando der Polizei zur Holtkamp-Siedlung nach Werne aus. Wie sich nun herausstellte, war ein Streit Auslöser für die Bedrohung. Die Polizei ermittelt gegen zwei Bewohner des unter Quarantäne gestellten Hauses.

Es handelt sich dabei um einen 47-Jährigen und eine 34-Jährige mit rumänischer Staatsbürgerschaft. Gegen die beiden laufen die Ermittlungen der Polizei, weil es einen Anfangsverdacht einer Bedrohung gegeben hat, erklärt Christian Stein, Pressesprecher der Polizei des Kreises Unna. Zunächst müsste geklärt werden, wer das Messer gegen wen eingesetzt hat.

Familienstreit sorgt für Bedrohung mit Waffe im Holtkamp in Werne

Die beiden Beschuldigten, die laut Stein zuvor noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten sind, seien nicht miteinander verwandt. Sie kämen aus zwei verschiedenen Familien, die aneinander geraten sind. Bei dem Streit seien mehrere Personen beteiligt gewesen, so Stein weiter. „Der Streit hatte nichts mit der Quarantäne-Situation zu tun. Das hätte auch in jedem anderen Haus so stattfinden können“, verdeutlicht Stein noch einmal eindringlich. Der Streit, der in einer Bedrohung mit einem Messer endete, hätte ganz andere Hintergründe gehabt. Ob sich die beiden Beschuldigten mit dem Coronavirus infiziert haben, konnten weder Polizei noch Ordnungsamt der Stadt Werne sagen.

Die Polizei werde weiter verstärkt Präsenz vor dem Hochhaus im Holtkamp zeigen. Das könne aber auch mit zivilen Kräften erfolgen, erklärt Stein. Das Mehrfamilienhaus in Werne steht seit Freitag (26. Februar) unter Quarantäne. 52 Bewohner – es sind rumänische Mitarbeiter verschiedener Firmen – leben seitdem in Isolation. 14 Personen sind positiv auf das Coronavirus und die britische Mutation getestet worden.

Die Quarantäne wird mindestens noch bis zum 11. März gelten. „Für die Aufhebung der Quarantäne ist aufgrund der vorliegenden Mutation ein negatives Testergebnis erforderlich“, erklärte Frank Gründken, Ordnungsdezernent der Stadt Werne. Erst ab dem 11. März können Tests erfolgen. Bei der britischen Virus-Variante darf man – anders als bei einer Corona-Infektion – erst nach 14 Tagen in der Quarantäne einen Corona-Test machen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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