Cro, der Rapper mit der Panda-Maske, probt in „Wärne“ – hat aber keine Ahnung, wo das ist

dzTourproben

Der Rapper mit der Panda-Maske hat sich selbst verraten. Für seine Tour probt er in den Räumen von satis&fy im Baaken. Wo Werne liegt, wissen weder er noch die Apple-Software „Siri“.

Werne

, 09.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Carlo Christopher Simon Waibel ist ein deutscher Musiker, Künstler, Modedesigner, Regisseur und Musikproduzent – das sagt Wikipedia. Die meisten kennen ihn wahrscheinlich einfach als den Typen, der sich hinter seiner Panda-Maske versteckt und ganz netten Pop-Rap macht.

Cro – so nennt sich Carlo Christopher Simon Waibel (29), wenn er unter seiner Panda-Maske mit dem Sprechgesang loslegt – probte für seine „Stay-tru-Tour 2018“ auch in Werne. Das geht aus seinem Tour-Film hervor, den er Ende Juli 2019 auf seinem You-Tube-Kanal veröffentlichte.

Einblicke in die verdunkelten Räume am Baaken

„Wir proben in Wärne“, heißt es da ab Minute 1:20. „Hey Siri, wo liegt Wärne?“

„Tut mir leid“, sagt die weibliche Software-Stimme, „ich habe keine Ahnung.“

Hätte der Musiker „Wärne“ richtig ausgesprochen, hätte Siri es vielleicht gewusst. Wie auch immer: Cro ist nicht der erste deutsche, weitestgehend bekannte Musiker, der sich für seine Tourproben in der Lippestadt verschanzt.

Auch wenn das nicht explizit gesagt wird, wird es sich um die Probenräume von satis&fy im Baaken handeln – einen kurzen Einblick in das verdunkelte Studio bekommt der Zuschauer ebenfalls. Für einen kurzen Moment hat Cro seine Panda-Maske nach oben gerückt, sein Gesicht, das der Künstler der Öffentlichkeit bisher nie präsentierte, bleibt der Kamera in dieser Szene aber dennoch vorenthalten.

Eventdienstleister hält sich stets bedeckt

Anfang des Jahres probte Christopher von Deylen, Mitbegründer des Musikprojekts „Schiller“, bei satis&fy und lud damals sogar zum Interview ein. Viele andere Künstler wie die Fantastischen Vier und nun eben Cro und seine Tour-Crew wollen in Werne lieber unter sich sein. Damit das auch so bleibt, hält sich der Eventdienstleister stets bedeckt mit Auskünften über Künstler, Musiker und Interpreten.

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Mit seinem Tour-Film hat sich Cro nun selbst verraten. Dass er hier – in der ländlichen Region – hinter verschlossenen Türen an den Live-Versionen seiner Songs feilte, dürfte aber schon eine Weile zurückliegen. Vom 8. November bis zum 1. Dezember 2018 spielte er etwa in Düsseldorf, Berlin, Zürich und München – die Proben in Werne dürften im vergangenen Herbst gewesen sein.

Die nötige Ruhe in der Lippestadt

„Ich bin sehr gerne hier. Es ist schön, in einer ruhigen Umgebung zu proben“, sagte Schiller im Februar während des Interviews. So ähnlich dürfte es auch dem deutschen Rapper ergangen sein.

In „Wärne“ haben Künstler die nötige Ruhe für die nötige Kreativität, um vielleicht irgendwann – so wünscht es sich Cro in seinem Tour-Film – „Wältniveau“ zu erreichen.

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