Corona-Zwischenfazit: Ordnungsamt Werne verhängt 13.300 Euro Bußgelder

dzCoronavirus in Werne

Seit einem guten halben Jahr ahndet das Ordnungsamt Werne Verstöße gegen die Corona-Auflagen. Dabei sind bisher 13.300 Euro an Bußgeldern verhängt worden. Ein Verstoß tritt besonders häufig auf.

Werne

, 26.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ordnungsamt Werne hat gut ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland ein Zwischenfazit zu den bisherigen Kontrollen in der Lippestadt gezogen. Dabei haben die Beamten bisher insgesamt Bußgelder in Höhe von 13.300 Euro verhängt.

Dabei hat das Ordnungsamt über die vergangenen Monate insgesamt sechs verschiedene Arten von Verstößen festgestellt, von denen einer besonders häufig aufgeführt ist: das Kontaktverbot. Insgesamt 33 Mal haben Personen in Werne gegen eine der jeweils für eine Zeit geltende Kontaktbeschränkung verstoßen.

Ordnungsamt stellt sechs Arten von Verstößen fest

Darauf folgen mit jeweils zwei Verstößen das Nicht-Beachten der Hygieneregeln in einer Gastronomie sowie das Nicht-Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Jeweils einmal wurden Verstöße gegen die Hygieneregeln in einem Friseurbetrieb, gegen das Feierverbot ohne herausragenden Anlass sowie gegen die Abstandsvorschriften bei Außerhausverkauf festgestellt. Bezogen auf letzteren Punkt war es nach dem Lockdown mit Beginn der Außerhausverkäufe Kunden nur gestattet, ihre Speisen in einem Abstand von 50 Metern zum Lokal zu verzehren, später wurde dies dann auf 25 Meter heruntergefahren.

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Von Mitte August bis Ende September sind allerdings offenbar nur vier Verstöße hinzugekommen, da Krisenstabsleiter Frank Gründken damals bereits von insgesamt 36 Bußgelder in der Stadt gesprochen hatte. Die Spanne, so Gründken, habe damals zwischen 78 und 1028 Euro gelegen.

Das Ordnungsamt Werne hatte nach den Sommerferien Kontrollen von insbesondere Gaststätten angekündigt, dabei seien aber keine Verstöße festgestellt worden. Auch das Führen der Kontaktlisten habe sich eingespielt, so Werner Kneip vom Ordnungsamt. Verstöße, die gemeldet würden, beschränkten sich derzeit auf ein bis zwei Meldungen pro Woche. Kerngeschäft in Sachen Corona sei weiterhin das Beantworten von Fragen von Bürgern, insbesondere in Bezug auf Unsicherheiten, ob eine private Feier stattfinden darf oder nicht. Auch Organisationen informierten sich derzeit gehäuft, ob etwa Adventsveranstaltungen stattfinden können, so Kneip.

Ordnungsamt war zwischenzeitlich mit bis zu 50 Personen unterwegs

Während des Lockdowns, während dem auch weite Teile der Stadtverwaltung heruntergefahren worden waren, waren Kollegen aus anderen Abteilungen im Ordnungsamt eingesprungen, sodass die Kontrollteams zwischenzeitlich bis zu 50 Personen umfassten. Seit Wochen arbeiten diese aber wieder an ihren eigentlichen Stellen.

Bürgermeister Lothar Christ hatte Ende Mai diesen Jahres erklärt, dass die Stadt mit einem Minus von drei Millionen Euro rechnet, das sich vor allem aus der wegen des Lockdowns weggebrochenen Gewerbesteuer ergebe.

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