In Münster am Aasee arten seit Tagen regelrechte Parties mit Hunderten Personen aus. © Eva-Maria Spiller
Corona-Parties

Corona-Parties in Werne? Jugendliche sind draußen, aber nicht wie in Münster

In Münster wurden Personal der Müllabfuhr und Ordnungsamtsmitarbeiter von Feiernden am Aasee angegriffen. Hunderte machen dort seit Tagen Party. Ein Effekt, der auch ins Umland schwappt?

In Münster eskaliert die Situation am Aasee mit dem guten Wetter mittlerweile fast täglich: Hunderte Feierwütige kommen auf der Wiese zusammen und trinken, singen und tanzen, ohne Abstand, ohne Masken. Auch Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr und Ordnungsamtsmitarbeiter sind Medienberichten zufolge schon von Feiernden beleidigt und attackiert worden.

Das gute Wetter und die sinkende Inzidenz lockt offenbar insbesondere viele junge Leute nach draußen. Doch schwappt die Entwicklung aus Münster auch ins Umland? Die Leiterin des Werner Ordnungsamtes Kordula Mertens sagt, das Wetter locke die Jugendlichen zwar, von Verhältnissen wie in Münster ist man offenbar noch weit entfernt.

Ordnungsamtsleiterin: „Wir hatten in letzter Zeit durchaus Gruppen“

„Wir hatten in letzter Zeit durchaus Gruppen“, sagt Mertens. Das sei typisch für die Sommerzeit. Sowohl seitens der Polizei, des Sicherheitsdienstes BAK und des Ordnungsamtes habe es Ansprachen gegeben. „Das ist an Werne nicht vorbei gegangen.“ Aber die Situation sei nicht wie in großen Städten. „Hier sind das Gruppen von 6 bis 12 in der Menge.“ Und wenn man diese anspreche, dann verschwänden diese meistens schon vorher aus Angst vor einem Bußgeld. Beleidigungen oder gar körperliche Übergriffe habe es aber nicht gegeben.

Je mehr die Lockerungen zunähmen, könnte auch die Grüppchenbildung zunehmen, vermutet Mertens. „Wir beobachten das typischerweise.“ Dann würden auch gezielt neuralgische Punkte häufiger kontrolliert.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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