Coronavirus in Werne

Corona-Inzidenz über 200 – Was bedeutet das für Werne?

Am 18. November hat Werne die Inzidenz von 200 gerissen, diese Woche kratzt die Stadt sogar beinahe an der 300er-Grenze. Doch was bedeutet das eigentlich für die Bewohner?
Die 7-Tages-Inzidenz in Werne liegt seit dem 18. November über einem Wert von 200. © Eva-Maria Spiller

Mitte Oktober hatte das Land NRW erklärt, was auf die Bürger im Land zukommt, wenn es eine 7-Tages-Inzidenz von 35 (Gefährdungsstufe 1) oder 50 (Gefährdungsstufe 2) überschreitet. Eine 7-Tages-Inzidenz beschreibt die Neuinfektionen in einer Stadt binnen 7 Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner.

Ab einem Wert von 35 sind Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern untersagt, ebenso wie Feste zu herausragenden Anlässen mit über 25 Personen. Ab 50 sind bei Veranstaltungen maximal 100 Personen zulässig, Gastronomien dürfen ab 23 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen.

Werne hat am 18. November die 200er-Inzidenz gerissen

Beides ist seit Wochen Musik der Vergangenheit, denn der Kreis Unna liegt seit Wochen deutlich über diesen Werten, Werne schrappt seit dieser Woche sogar knapp unter der 300er-Grenze, nachdem die Stadt ab dem 18. November die 200er-Grenze durchbrochen hat. In Werne sind verhältnismäßig mehr Personen mit dem Coronavirus infiziert als im kreisweiten Durchschnitt.

Doch was bedeutet eine 7-Tages-Inzidenz gen 200 eigentlich für Werne? Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese Woche angekündigt, dass die Coronaregeln für Kreise und kreisfreie Städte ab einer Inzidenz von 200 künftig noch einmal verschärft werden sollen. Neben Schul- seien dann laut dpa auch Ladenschließungen denkbar. Neben Berlin wiesen laut dpa am Donnerstag 60 Landkreise bundesweit einen Inzidenzwert über 200 auf.

Aktuell, sagt der Pressesprecher des Kreises Unna, Max Rolke, werden die geltenden Maßnahmen auf Basis der Kreisinzidenz für alle Kreisstädte festgelegt. Auch wenn Werne wie derzeit über einem Wert von 270 und damit über dem Kreisdurchschnitt liegt, zählt derzeit nur der kreisweite Durchschnitt in Werne. Zur erwarteten neuen Coronaschutzverordnung sagt Rolke: „Das, was besprochen wurde, muss jetzt erst mal in die Coronaschutzverordnung des Landes einfließen. Entsprechendes und die dann geltenden Maßnahmen legt die Landesregierung fest. “

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