Kita-Lösung

Container-Lösung für Kita St. Sophia: Werner CDU stellt klare Forderungen

Die Container-Lösung für die Kita St. Sophia in Stockum wird am Mittwoch und Donnerstag gleich in zwei Ausschüssen in Werne zentrales Thema sein. Die CDU stellt konkrete Forderungen.
In der Gemeinde Ascheberg wurden 18 Kinder und 4 Erzieher infolge einer Coronainfektion in Quarantäne geschickt. © Symbolbild picture alliance/dpa

Als die Kinder der Kita St. Sophia in Stockum 2019 ihr Domizil an der Kirchstraße aufgrund eines Wasserschadens verlassen mussten, dachten wohl nur die wenigsten, dass sich die vermeintliche Notlösung derart in die Länge ziehen würde. Seit Sommer 2019 sind die Kita-Kinder bekanntlich im Evangelischen Gemeindezentrum an der Graf-von-Westerholt-Straße in Stockum untergebracht. Und eigentlich sollten zwei der vier Gruppen bereits Anfang Februar 2021 zur alten Wirkungsstätte an der Kirchstraße zurückkehren – freilich nicht in den beschädigten Anbau sondern in den alten Gebäudeteil.

Doch daraus wurde nichts. Der Grund: Im Januar hatte die katholische Kirchengemeinde als Trägerin der Einrichtung die Decke im Altbau öffnen lassen. Und dahinter versteckte sich ein ähnliches Schadensbild wie schon zuvor im Anbau. Pfarrdechant Jürgen Schäfer hatte daraufhin Ende Januar im Gespräch mit unserer Redaktion eine alternative Option erläutert. Die lautet: Container-Lösung. Demnach könnten zwei der vier Kita-Gruppen provisorisch in einem Container auf dem an das evangelische Gemeindezentrum angrenzenden Parkplatz untergebracht werden. Die anderen beiden Gruppen würden im Gemeindezentrum verbleiben.

Werner Stadtverwaltung befürwortet Konzept der Gemeinde

Ein Konzept, das auch bei der Stadtverwaltung auf Zustimmung stößt. Die kommt in ihrer Vorlage, die sowohl in der Sitzung des Bezirksausschusses Stockum am 10. Februar als auch in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. Februar auf dem Tisch liegen wird, zu folgender Einschätzung: Nach Prüfung mehrerer städtischer und privater Standorte zur Schaffung eines alternativen provisorischen Kita-Angebotes, habe sich die von der Kirchengemeinde favorisierte Lösung als beste Option erweisen.

Bei der Beurteilung habe man sich sowohl an den Anforderungen des Kita-Trägers orientiert als auch Elternwünsche berücksichtigt. Besagte Eltern hatten zuletzt in einem Brief an das Jugendamt und den Kita-Träger ihren Unmut über die aktuelle Kita-Situation geäußert und zudem klar gemacht, wie eine erfolgreiche Kita-Lösung in ihren Augen aussehen könnte. Demnach müsse der Standort des Übergangsquartiers unter anderem auf Langfristigkeit ausgelegt sein.

Heißt: Mindestens bis Ende 2024 wünscht man sich Kontinuität statt weiterer Umzüge. Zudem sollten „alle vier Gruppen zusammenbleiben, um bestehende soziale Strukturen und Bindungen unter den Kindern und Erzieherinnen nicht aufzubrechen.“ Und schließlich müsse der Standort natürlich nicht nur sicher sein, sondern auch eine entsprechende Außenfläche aufweisen. Genau in diesem Punkt gibt es bislang seitens der Eltern allerdings noch Zweifel.

Die CDU hat für die Ausschusssitzungen einen Antrag formuliert, der auch diesen Aspekt aufgreift. Darin will die Union die Stadtverwaltung damit beauftragen, „am jetzigen Standort des Provisoriums der Kita St. Sophia gemeinsam mit dem Träger und für den notwendigen Zeitraum (24-36 Monate) die Kita am ev. Gemeindehaus so kindgerecht herzurichten, dass die Qualität des Provisoriums mit einem ordentlichen Standort vergleichbar ist.“ Folgende Maßnahmen seien dazu unter anderem nötig:

  • Fachgerechte Schallreduktionsmaßnahmen im ehemaligen Kirchenraum des ev. Gemeindehauses
  • Einbeziehung des östlichen Parkplatzes als Außenspielfläche und deren kindgerechte, ansprechende Gestaltung
  • Kindersichere Einzäunung des gesamten Geländes des provisorischen Kindergartens

Zudem wäre aus Sicht der CDU der „Bau einer vielfältig bespielbaren Kolonnade zur Verbindung der beiden Gebäude (ev. Gemeindehaus und das Containergebäude) eine weitere wünschenswerte Lösung“. Hierdurch könne ein barrierefreier und wetterunabhängiger Übergang ermöglicht werden. Außerdem sei die „Einrichtung einer verkehrssicheren Bring- und Abholzone im Bereich der Graf-von-Westerholt-Straße zu überprüfen und ggf. umzusetzen.“

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