Einfach mal was stehen lassen - die Räume in den Containern für die Kita St. Sophia in Stockum machen es möglich. © Carina Strauss
Kitas in Werne

Container für Kita St. Sophia in Stockum – „Kinder haben es mit Leben gefüllt“

Die Übergangslösung für die Kita St. Sophia steht. Wie es dort aussieht und wie die Kinder das Provisorium angenommen haben, darüber haben wir mit Kita-Leiterin Martina Stolte gesprochen.

Wenn man durch die Räume der Kita St. Sophia in Stockum läuft, dann merkt man eigentlich kaum, dass man sich gerade in einem Container befindet. „Das Ganze hat eine hervorragende Struktur und ist so angelegt, dass man es auch wirklich als Kita bezeichnen kann“, zeigt sich Einrichtungsleiterin Martina Stolte (56) zufrieden. In den Containern sind zwei Gruppen der Kita untergebracht, im anliegenden evangelischen Gemeindezentrum ebenfalls zwei Gruppen.

Von außen unscheinbar: Die Container vor dem evangelischen Gemeindezentrum in Stockum beherbergen zwei Gruppen der Kita St. Sophia.
Von außen unscheinbar: Die Container vor dem evangelischen Gemeindezentrum in Stockum beherbergen zwei Gruppen der Kita St. Sophia. © Carina Strauss © Carina Strauss

Das Gemeindezentrum war zuvor mit vier Gruppen aus allen Nähten geplatzt. Der Umzug war nötig geworden, weil ein Wasserschaden die Räume des eigentlichen Kita-Gebäudes unbenutzbar gemacht hatte. Dank der Container-Lösung gibt es nun wieder genug Platz für alle.

Kindgemäße Sanitärcontainer für Kita St. Sophia in Stockum

Neben einem Personalraum verfügt die Container-Anlage über einen Essensraum, eine Küche und zwei Sanitärcontainer. „Alles kindgemäß mit niedrigen Waschbecken und Toiletten.“ Und natürlich dürfen auch die Gruppenräume nicht fehlen. Die Container beherbergen zwei große Gruppenräume sowie mehrere kleinere Spielzimmer. In einem davon wird fleißig mit Bauklötzen gebaut. „Das ist noch ein Vorteil, dass wir auch mal etwas stehen lassen können. Vorher musste immer direkt alles wieder abgebaut werden“, erklärt Stolte.

Zwei große Gruppenräume bieten Platz für die Kinder der Kita St. Sophia.
Zwei große Gruppenräume bieten Platz für die Kinder der Kita St. Sophia. © Carina Strauss © Carina Strauss

Bewährt habe sich auch der Standort des Provisoriums. „Hier wurde es auch während der heißen Tage in der vergangenen Woche nicht zu warm. Das Wäldchen nebenan bietet viel Schatten.“

Kinder nehmen die Übergangslösung gut an

Aber was sagen die Kinder zu der neuen Übergangslösung. „Die Kinder haben hier alles schon für sich erobert und für sich eingenommen“, so Stolte. Anpassungsschwierigkeiten habe es nicht gegeben. „Die Kinder haben das von Anfang an als selbstverständlich genommen, mit Leben gefüllt und auch schon ihren Fußabdruck hinterlassen.“

Auf dem kindersicher eingezäunten Gelände gibt es viele Spielmöglichkeiten.
Auf dem kindersicher eingezäunten Gelände gibt es viele Spielmöglichkeiten. © Martina Stolte © Martina Stolte

Dass nun alles so wohnlich und gemütlich sei, sei vor allem ihren Kolleginnen zu verdanken, erklärt die Einrichtungsleiterin. „Die haben das hier alles so liebevoll hergerichtet und hatten immer super Ideen.“

Corona-Lockerungen machen Ausflüge möglich

Doch nicht nur das überzeugende Container-Provisorium hebt im Alltag der Kita St. Sophia die Stimmung. Auch die Lockerungen, die dank rückläufiger Corona-Fallzahlen möglich sind, sorgen für ein „kollektives Aufatmen.“ Es sei wieder viel mehr möglich, so Stolte. „Kollegen können wieder in anderen Gruppen aushelfen, Ausflüge sind wieder möglich. Man merkt den Kindern und den Familien die Erleichterung an.“

Wann der Neubau der eigentlichen Kita beginnen soll, dazu konnte der ehemalige Dezernent Alexander Ruhe im Bezirksausschuss am 10. Juni noch keine Angaben machen. Träger der Kita ist die katholische Kirchengemeinde.

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