Das Christophorus-Krankenhaus in Werne will die Aufnahmeprozedur künftig zentralisieren und investiert in eine neue Aufnahme. © Daniel Claeßen (A)
Krankenhaus Werne

Christophorus-Krankenhaus Werne macht es den Patienten künftig leichter

Das Coronavirus ist aktuell das zentrale Thema am Christophorus-Krankenhaus. Nichtsdestotrotz blickt die Klinik und die Zukunft und will rund 1,6 Millionen Euro in zwei Bereichen investieren.

Obwohl das Coronavirus die Arbeit im Krankenhaus St. Christophorus in vielfältiger Hinsicht dominiert und auch einschränkt, macht sich das Haus fit für die Zukunft. „Wir investieren rund 1,6 Millionen Euro hauptsächlich in zwei Bereichen“, sagt Standortleiter Ludger Risse auf Anfrage der Redaktion.

In den nächsten 18 Monaten wird im Katholischen Klinikum Lünen/Werne an vielen Stellen gebaut. Der Krankenhausverbund mit dem St.-Marien-Hospital in Lünen und dem St.-Christophorus-Krankenhaus in Werne hat aus dem Sonderinvestitionsprogramm 2020 des Landes 5,8 Millionen Euro bekommen. 1,6 Millionen sollen davon in Werne verbaut werden.

1,2 Mio. Euro für die Zentrale Aufnahme

Der größte Batzen, nämlich 1,2 Millionen Euro, fließt in den Aufbau eines zentralen Aufnahmebereiches für stationäre Patienten mit geplanten Operationen. „Die zentrale Notaufnahme haben wir schon, jetzt ist der Bereich für planbare Eingriffe an der Reihe“, sagt Risse. Das bedeutet im Endeffekt eine Zentralisierung der Aufnahmeprozedur in Werne und damit eine Erleichterung sowohl für Patienten als auch Mitarbeiter.

Dennoch ist es so, dass ein Patient, der beispielsweise ein neues Kniegelenk bekommen soll, bis zu fünf verschiedene Punkte im Haus ansteuern muss, bevor er auf dem OP-Tisch liegt. Das soll künftig deutlich anders werden. Risse: „Wer demnächst für eine geplante Operation kommt, geht im Eingangsbereich nach rechts und findet dort alles gebündelt.“

Risse macht das künftige Prozedere anhand des neuen Kniegelenkes deutlich. „Nach der Sprechstunde mit Dr. Kubitschek wird beispielsweise ein OP-Termin in 14 Tagen vereinbart“, sagt der Standortleiter. Zwei Tage vor dem Eingriff kommt der Patient dann in den zentralen Aufnahmebereich, wo alle erforderlichen Gespräche, Blutabnahmen, Untersuchungen, etc. mit ihm gemacht werden. „Das dauert in der Regel zwei bis drei Stunden“, so Risse.

Dann geht der Patient wieder nach Hause, um sich zur vereinbarten Zeit am Tag des Eingriffes wiederum in der Zentralen Aufnahme einzufinden. Dort schließt er seine Tasche ein und kommt dann in den OP. Nach dem Eingriff ist er dann erstmalig auf der Station, wo er dann bis zur Entlassung bleibt.

Bündelung im Christophorus-Krankenhaus

Auch der „Schriftkram“ solle in der neuen Einheit integriert sein. „Ziel ist es“, sagt Ludger Risse, „verwaltungstechnische, medizinische und pflegerische Dinge der Aufnahme dort zu bündeln“.

Weiterer Schwerpunkt des Investitions-Programmes ist die Verbesserung der Klimatisierung in zwei Bereichen des Christophorus-Krankenhauses. „Da die Sommer tendenziell wärmer werden, ist das auch dringend nötig“, sagt der Standortleiter. Etwa 150.000 Euro sind für eine Klimaanlage in der Intensivstation vorgesehen.

Für einen geschätzten Betrag von rund 270.000 Euro soll die Klimatisierung des Operations-Traktes weitergeführt werden. „Die eigentlichen OP-Säle verfügen schon über eine solche Anlage, aber die Vorbereitungssäle zum Beispiel noch nicht. Das wollen wir ändern“, sagt Risse.

Wann die Arbeiten genau starten, ist noch nicht klar. Der Krankenhausverbund Lünen/Werne hat 18 Monate Zeit, die Mittel zu investieren. Das Marienhospital in Lünen steckt zum Beispiel 2 Millionen Euro in die energetische Sanierung des sogenannten B-Gebäudes.

Über den Autor
Redaktion Werne
Jeden Tag Menschen hautnah - nichts ist spannender als der Job eines Lokalredakteurs. Deshalb möchte ich nichts anderes machen - seit mehr als 35 Jahren.
Zur Autorenseite
Jörg Heckenkamp

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.