Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Ist eine Verbindung nach Werne zu befürchten? © dpa
Coronavirus in Werne

Britische Virus-Mutation in Hamm: Ist Verbindung nach Werne zu befürchten?

Großeinsatz wegen britischer Virus-Mutation in Hamm: Ein Mann ist mit der hoch ansteckenden Variante infiziert, 80 Personen in Quarantäne. Ist nun eine Verbindung nach Werne zu befürchten?

Weil ein Bauarbeiter auf die britische Variante des Coronavirus positiv getestet wurde, kam es am Montagabend (15. Februar) zu einem Großeinsatz im Hammer Westen. Dort wurden vier Wohnhäuser, in denen 80 Bewohner leben und die mit dem Infizierten Kontakt gehabt haben könnten, abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt. Nicht nur aufgrund der örtlichen Nähe stellt sich die Frage, ob es auch Verbindungen nach Werne geben könnte.

Vier Häuser in Hamm in Quarantäne

Nachdem ein Montage-Arbeiter sich mit der hoch ansteckenden Virus-Variante B.1.1.7 infiziert hat, sind neben seiner Ehefrau auch eine weitere Familie in häuslicher Isolation. Darüber hinaus werden am Dienstag weitere Corona-Tests bei den Bewohnern von vier Häusern, die sich im Hammer Westen und Bockum-Hövel befinden, durchgeführt.

Verbindungen zu Werne seien bislang nicht festgestellt worden, sagt Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne. „Wir haben für Werne keine Meldung zu der britischen Variante vorliegen“, sagt sie. Dennoch, so Mertens weiter, häufen sich die Berichte über die neue Virusvariante. „Auch im Kreis Unna gab es ja schon Fälle. Deshalb müssen wir auch in Werne auf Dauer damit rechnen“, sagt Mertens.

Wie in der Vergangenheit würden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes wieder vom Gesundheitsamt der zuständigen Kommunen oder Kreise eine Information über Corona-Infizierte bekommen, die in Werne gemeldet sind. Das Ordnungsamt ist dann wie gehabt auch für das Zustellen der Quarantänebescheide und der Kontrolle der häuslichen Isolation zuständig.

Verbindung aus dem Hotspot Hamm nach Werne

Als im Herbst 2020 die Corona-Infektionszahlen in Hamm in die Höhe schnellten und der damalige Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) von einer zweiten Corona-Welle sprach, hatte dies auch Verbindungen in die Nachbarstadt Werne. Bei einer Großhochzeit hatten sich seinerzeit akut 87 Gäste mit dem Coronavirus infiziert. Hamm führte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 64,8 zu diesem Zeitpunkt bundesweit die Liste an Neuinfektionen an.

Die Auswirkung auf die Lippestadt: Sechs Schüler wurden in Quarantäne geschickt. „Die Schüler, die in Werne wohnen, sind als Kontaktpersonen aufgeführt“, erklärte Werner Kneip aus dem Ordnungsamt seinerzeit. Eine Mitarbeiterin aus dem Restaurant Strobels im Solebad hatte im September 2020 ebenfalls Kontakt zum Infektionsherd nach Hamm und wurde positiv getestet. Daraufhin wurden alle 14 Mitarbeiter in Quarantäne geschickt und ebenfalls getestet. Alle weiteren Tests fielen negativ aus. Die Gastronomie allerdings blieb vorerst geschlossen, bevor der Lockdown folgte.

Hinweis: Zunächst hieß es, bis zu 140 Menschen könnten derzeit in den vier betreffenden Wohnhäusern leben. Es seien aber nur 80 Personen angetroffen worden. Bei den übrigen dort Gemeldeten geht die Stadt Hamm davon aus, dass sie sich derzeit im Ausland aufhalten.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
Zur Autorenseite
Andrea Wellerdiek

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.