Am St.-Christophorus-Krankenhaus in Werne ging in der Nacht zu Donnerstag eine Bombendrohung ein. © Mario Bartlewski (A)
Polizeieinsatz in Werne

Bombendrohung im Krankenhaus Werne: Schockmoment für Personal und Patienten

Am St.-Christophorus-Krankenhaus in Werne kam es in der Nacht zu Donnerstag (25. März) zu einer Bombendrohung. Unbekannte hatten gedroht, eine im Krankenhaus deponierte Bombe hoch gehen zu lassen.

Schockmoment für Mitarbeiter und Patienten im Christophorus-Krankenhaus in Werne. Unbekannte hatten in der Nacht zu Donnerstag gedroht, eine Bombe im Gebäude zu zünden. Die Polizei des Kreises Unna bestätigte am Freitagmorgen auf Anfrage einen entsprechenden Einsatz.

Laut Polizeiangaben hatten Unbekannte demnach am Mittwoch (24. März) gegen 22.50 Uhr im Krankenhaus angerufen und die Drohung formuliert. Die Polizei ist daraufhin mit Spezialeinsatzkräften und Sprengstoff-Spürhunden ins Krankenhaus geeilt. Nachdem das Gebäude untersucht worden war, konnten die Verantwortlichen Entwarnung geben. „Es gab keine reale Bedrohung. Das Ganze hat sich als ein Fake herausgestellt“, erklärt Bernd Pentrop, Pressesprecher der Polizei des Kreises Unna.

Ein Gebäudeteil im Krankenhaus in Werne evakuiert

Die Verantwortlichen des Krankenhauses hatten nach dem Anruf direkt damit begonnen, einen Gebäudeteil zu evakuieren, wie Standortleiter Ludger Risse erklärt. Davon waren etwa 80 Patienten betroffen sowie etwa 20 Ärzte und 30 Pflegekräfte. „Wir haben etwa die Hälfte aller Patienten evakuiert. Es waren der Bereich der zentralen Notaufnahme und die darüberliegenden Stationen betroffen“, erklärt Risse.

Man habe diesen Gebäudetrakt evakuiert aufgrund der Aussage in der Bombendrohung. Demnach sollte Sprengstoff in einer Küche platziert worden sein. Weil es laut Risse sich deshalb um die Caféteria oder Stationsküchen hätte handeln können, habe man die Personen aus diesem Gebäudeteil evakuiert. „Das hat eine Menge Unruhe ins Krankenhaus gebracht. Aber die Patienten haben gut mitgemacht“, sagt Risse.

Spürhunde durchsuchen Räume

Während zwei Spürhunde der Polizei das Gebäude nach Sprengstoff durchsuchten, wurden die Patienten in weit entfernten Gebäudeteilen von Betreuungsteams versorgt. „Zum Glück waren die Intensivstation und auch die Corona-Isolierstation nicht betroffen. Das wäre eine ganz andere Herausforderung gewesen, wenn man infektiöse Patienten hätte evakuieren müssen“, sagt Risse.

Erleichterung machte sich auch schnell breit, als die Polizei gegen 2 Uhr Entwarnung geben konnte, nachdem kein Sprengstoff im Gebäude gefunden wurde. „Es gab Beifall von den Patienten“, erzählt Risse. Viele von ihnen hätten erst gedacht, dass es sich um eine Übung handelt. Allerdings hätten die Verantwortlichen des Krankenhauses von Anfang an deutlich gemacht, dass es sich um eine Bedrohungslage handelt. Diese hatte sich zum Glück als nicht real herausgestellt.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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