Katharina Goldschmidt war am 28. Dezember zum zweiten Mal Blutspenden. © Charlotte Schuster
Blutspende

Blutspenden in Werne: So läuft es mitten in der Corona-Krise ab

Viele Menschen haben am Montag, 28. Dezember, fleißig Blut in Werne gespendet – und das trotz des Terminreservierungssystems und der Corona-Krise. So lief die Spende ab.

127 Personen haben am Montag, 28. Dezember, von 15 bis 20 Uhr im DRK-Heim, Flöz-Zollverein-Straße 4, ihr Blut gespendet. Bereits eine Woche zuvor seien schon alle Blutspendetermine vergeben gewesen. „Wir schicken niemanden ohne Termin nachhause“, sagt Wilhelm Benning, der Rotkreuzleiter in Werne. Das Interesse an Blutspenden ist demnach groß.

Terminreservierung sorgt für geringere Wartezeit und Sicherheit

Es war der letzte Blutspende-Termin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Werne im Jahr 2020. Potenzielle Spender konnten schon im Voraus einen Termin reservieren. „Das Terminreservierungssystem hängt davon ab, dass alle mitspielen“, sagt Stephan David Küpper, der Pressesprecher des DRKs.

Das scheint in Werne gut geklappt zu haben: 119 Personen haben sich schon zuvor angemeldet. Die acht Spender ohne Termin wurden in den laufenden Prozess mit eingebunden.

„Seit der Pandemie machen wir mit dem Terminreservierungssystem in der Fläche gute Erfahrungen“, sagt Küpper. Es mache die Blutspende besser planbar und die Spender müssten in der Regel weniger Wartezeit einplanen. Zudem könne man die Blutspender so sicherer halten – gerade in Zeiten von Corona. „Wir sind glücklich, dass die Erfahrungswerte so gut sind“, so Küpper.

Blutspenden unter Corona-Bedingungen: Auch hier gilt Abstand halten und Maske tragen.
Blutspenden unter Corona-Bedingungen: Auch hier gilt Abstand halten und Maske tragen. © Charlotte Schuster © Charlotte Schuster

Blutspenden in der Corona-Krise

„Man hätte erst meinen können, dass durch die Verunsicherung massenhaft Menschen abspringen“, sagt Küpper zum Blutspenden in der Corona-Krise.

An dem mangelnden Spenderwillen sei es in dieser Zeit jedoch nicht gescheitert. Die Menschen seien weiterhin Spenden gegangen. Das läge auch daran, dass gut kommuniziert wurde, dass das Blutspenden weiterhin sicher sei.

„In diesen ganzen Monaten, die extrem dynamisch waren und die mit viel Unsicherheit verbunden waren, ist die Gemeinschaft der Blutspender nochmal näher zusammengerückt“, glaubt Küpper.

Rotkreuzleiter Benning ist auch der Meinung, dass nicht weniger Werner aufgrund von Corona spenden würden. Trotzdem müsse man die Anzahl der Blutspender von zwei Seiten sehen: „Stockum führt keine Blutspende mehr durch. Die Menschen, die damals in Stockum zur Spende gegangen sind, verteilen sich jetzt“, verdeutlicht er.

So empfinden Blutspender den Ablauf

Sechs Werner konnten vorgestern innerhalb von 15 Minuten Blut spenden. Eine der Spenderinnen war Katharina Goldschmidt. Sie war das zweite Mal in ihrem Leben Blut spenden.

In den Nachrichten habe sie gelesen, dass es Probleme mit Blutspende-Konserven gäbe, weshalb sie sich entschied Spenderin zu werden.

„In der Blutspende ist es sehr entspannt. Danach hat man sich gut um mich gekümmert“, erzählt Goldschmidt über ihren letzten Termin im September. Das Lunchpaket mit vielen Kleinigkeiten habe sie im Anschluss zuhause genossen.

Sie habe wegen Corona keine Bedenken gehabt Blut zu spenden, da auf Hygiene und Abstand geachtet werden würde. Einen Termin habe sie sich auch schon im Voraus reserviert. Ein Lunchpaket mit Kleinigkeiten habe sie nach dem Spenden zum Mitnehmen bekommen.

„Ich bin ungefähr bei der 74. Spende“

Jennifer Simund und Isabel Loyda sind gemeinsam Blutspenden in Werne gegangen. Sie empfinden das Blutspenden momentan in Zeiten von Corona sehr unorganisiert. Beide wussten nicht, dass sie sich einen Termin hätten reservieren müssen.

„Ich bin ungefähr bei der 74. Spende“, sagt der Blutspender Herr Schöpper. Auch ihm sei es nicht möglich gewesen einen Termin auszumachen, da er Bereitschaftsdienst hatte. Somit konnte er zuvor noch nicht wissen, wann er an dem Tag die Zeit für das Blutspenden aufbringen konnte.

Er gibt an, dass es vor der Corona-Krise etwas zügiger ablief. Das liege wahrscheinlich auch daran, dass mittlerweile weniger Menschen gleichzeitig behandelt werden können.

Die regelmäßige Spenderin Petra Geue ist auch der Meinung, dass die Wartezeiten mittlerweile länger sind. Organisiert ablaufen tue es aber trotzdem.

Die DRK Blutspende wird zum Jahresanfang nur noch mit Terminreservierung möglich sein. Somit können die Spender durch gezielte Einladungen zu verschiedenen Zeiten empfangen und Menschenansammlungen vor den Spendelokalen vermieden werden. Über die kostenlose DRK-Blutspende-App sowie die Website blutspende.jetzt können sich die Spender informieren und sich einen Termin reservieren. Dies ist auch unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 1194911 möglich.

Über die Autorin
Freier Mitarbeiter
Neben dem Journalistik-Studium unterstützt Charlotte Schuster die Redaktion in Werne. Im Sommer 2020 hat sie ein Praktikum bei den Ruhr Nachrichten absolviert, welches ihr die schönen Seiten des Lokaljournalismus gezeigt hat.
Zur Autorenseite
Charlotte Schuster

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.