Unbekannter fotografiert Häuser in Stockum - Anwohnerin Anna-Maria Jozefiak (31) ist beunruhigt

dzPolizei in Werne

Ein Mann sorgt in Stockum für ein mulmiges Gefühl bei den Anwohnern. Rund um die Birkenstraße soll er Mittwoch auffällig viele Fotos gemacht haben. Anna-Maria Jozefiak fühlt sich ausspioniert.

Stockum

, 03.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dunkel gekleidet, mit der Mütze tief ins Gesicht gezogen, ist er mit seinem Smartphone durch die Nachbarschaft in Werne-Stockum gezogen, um Fotos zu schießen. Anwohnerin Anna-Maria Jozefiak (31) hat das große Sorgen bereitet.

„Das ist alles sehr merkwürdig und beängstigend“, sagt Jozefiak, die sich an diese Redaktion gewandt hat. Am Mittwoch, 29. Januar, haben sie und andere Nachbarn den Unbekannten gegen 17.15 Uhr an der Birkenstraße sowie am Kiefern- und Akazienweg beobachtet, der ihnen Sorge bereitet.

Unbekannter fotografierte zahlreiche Häuser in der Nachbarschaft

„Er filmte oder fotografierte alle Häuser bei uns in der direkten Nachbarschaft. Also das Haus uns gegenüber, unseres, das nebenan“, beschreibt Jozefiak die Situation, in der sie schnell geschaltet hat.

Sie machte Fotos, verständigte die Polizei und übermittelte das „Beweismaterial“, das der Redaktion vorliegt. Jetzt kümmert sich die Polizei um die Situation.

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„Jeder hat schon einmal privat Fotos gemacht. Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten, warum der Mann so gehandelt haben könnte“, sagt Bernd Pentrop, Polizeipressesprecher im Kreis Unna, beruhigend. Ob der Mann tatsächlich etwas Böses im Schilde geführt hat, kann die Polizei aktuell nicht sagen. „Möglich ist es natürlich“, so Pentrop weiter. Doch Fotografieren alleine ist in der Öffentlichkeit noch nicht strafbar.

Egal, ob es sich letztlich um eine Straftat handelt oder nicht, Jozefiak und ihre Nachbarn haben richtig gehandelt. „Es ist besser, einmal mehr anzurufen, als einmal zu wenig“, sagt Pentrop.

Unbekannter fotografiert Häuser in Stockum - Anwohnerin Anna-Maria Jozefiak (31) ist beunruhigt

„Schon alles sehr merkwürdig und beängstigend“, sagt Anna Maria Jozefiak. © Mario Bartlewski (A)

Im Gespräch habe die Polizei, so Jozefiak, ihr geschildert, dass es sich um das typische Vorgehen von Banden handeln könne. „Ausspionieren und später einbrechen“, so Jozefiak.

Ihr habe man geraten, möglichst zu zeigen, dass man daheim ist: Rollladen hoch und runter lassen, Lichter anschalten und ähnliche Dinge. Zudem habe man die Anwohner darum gebeten, nach Zeichen oder Markierungen rund um die Häuser Ausschau zu halten, die Hinweis auf mögliche Einbrecher sein könnten.

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Die Polizei ermittelt nun, was es mit dem unbekannten Fotografen auf sich hat. Zusätzlich bietet die Polizei eine Beratung an, wie man sein Haus besser vor Einbrechern schützen kann. Das Team der Kriminalprävention im Kreis Unna bietet kostenlos telefonische Hilfe an unter Tel. (02307)9214400.

Bei Jozefiak bleibt zunächst trotzdem vorerst ein mulmiges Gefühl - zumindest bis klar ist, was der Mann in ihrer Nachbarschaft getan hat.

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