Biergarten top, Kiosk flop: So fällt die erste Bilanz vom Strobels im Solebad aus

dzStrobels im Solebad

Knapp fünf Monate hat das Solebad Werne nun geöffnet. Mit dem Bad kam eine neue Gastronomie. Das „Strobels im Solebad“ wird gut angenommen. Das gilt allerdings nicht für den Freibad-Kiosk.

Werne

, 08.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bilanz nach 100 Tagen Solebad Werne fiel positiv aus - mit kleinen Abstrichen. Doch wie wird bislang die neue Gastronomie angenommen? Das Fazit nach knapp fünf Monaten Betrieb und nach dem Ende der Sommerferien fällt gut aus. Doch auch hier müssen die Betreiber ein paar Abstriche machen.

„Anfangs war es noch verhalten, aber mittlerweile läuft es gut an. Das Publikum nimmt zu. Das Vertrauen der Besucher ist langsam da“, sagt Serike Wischnewski (33), Betriebsleiterin des „Strobels im Solebad“. Vor allem der Biergarten vorn am Solebad, der für 120 Besucher Platz bietet, sei bei Kunden sehr beliebt.

Snacks beliebter als Gerichte im Strobels

Die öffentliche Gastronomie ist auch eine Anlaufstelle für Besucher, die nicht zu Gast im Solebad sind. Etwa 60 Prozent mache diese Kundschaft aus, schätzt Björn Lepke, einer der beiden Betreiber des Strobels‘ im Solebad. Die Gastronomie im Solebereich ist hingegen den Besuchern des Solebeckens vorbehalten.

Innen-Restaurant nur für die Tarifzone Solebad

Nur wer die Tarifzone Solebad gebucht hat, kann in diesem Restaurant Speisen und Getränke kaufen. Hier werden Snacks wie Bratwurst und Pommes genauso angeboten wie hochwertige Gerichte.

Die meisten Besucher greifen aber, wie auch vorn in der Außengastronomie, zu Pommes und Currywurst, erzählt Wischnewski. Für 5,90 Euro gibt es die „Strobels-Schranke“. Ein Schweineschnitzel mit Pommes und Salat kostet 12,90 Euro.

Biergarten top, Kiosk flop: So fällt die erste Bilanz vom Strobels im Solebad aus

Der Biergarten neben dem Eingang des Solebads ist in den Sommertagern ein beliebter Anlaufpunkt - nicht nur für Badegäste. © Andrea Wellerdiek

Mobile Verkaufsstände kommen frühestens 2020

Das gilt auch für den Kiosk im Freibad. Allerdings ist man mit den Besucherzahlen hier nicht zufrieden. „Leider mussten wir den Kiosk auch oftmals zulassen, weil das Wetter nicht so gut war“, erklärt Betriebsleiterin Wischnewski.

Zu selten seien mehrere, beständige Sonnentage seit der Eröffnung am 13. Juli dabei gewesen. So beschreibt Serike Wischnewski den Umsatz hier als „sehr durchwachsen“.

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Die geplanten mobilen Verkaufsstände, an denen es Eis oder Hot Dogs geben sollte, kommen deshalb erst im kommenden Jahr zum Einsatz. Wenn überhaupt. „Mit solchen Ständen - und sei es nur ein Eiswagen - kann man das Bad beleben. Aber wir müssen schauen, ob es eine Notwendigkeit dafür gibt“, sagt Björn Lepke.

Entzerrung am Strobels-Kiosk ist nicht nötig

Die Verkaufsstände sollten Schlangen am Kiosk vermeiden und die Besucher an entlegenen Liegeplätzen mit Snacks versorgen. Zu langen Wartezeiten käme es in der Regel aber generell nicht, weil der Kiosk so eingerichtet sei, dass man schnell bedienen könne, so Lepke.

In Stoßzeiten seien drei Mitarbeiterinnen im Kiosk im Einsatz. Eine Entlastung für den Kiosk ist bislang also gar nicht nötig. Bislang habe man aber auch nur rund zehn Freibadtage in diesem Jahr gezählt, erklärt Björn Lepke. Auf deutlich mehr Besucher hoffen die Betreiber im kommenden Jahr, wenn das Freibad deutlich früher geöffnet wird.

Biergarten top, Kiosk flop: So fällt die erste Bilanz vom Strobels im Solebad aus

Die beiden Betriebsleiterinnen Lena Maasjoshusmann (l.) und Serike Wischnewski unterstützen die beiden Betreiber Björn Lepke (l.) und Falko Husmann. © Andrea Wellerdiek

Nach den Sanierungsarbeiten am einstigen 50-Meter-Sportbecken und der Anlage des neuen Kinderbereiches konnten die Besucher erstmals am 13. Juli im Freibad baden. Der Innenbereich des neuen Solebads ist seit dem 14. April für die Öffentlichkeit geöffnet.

Fehlverhalten einiger Solebad-Besucher

Verbessert hat sich laut Serike Wischnewski und Björn Lepke hingegen das Verhalten einiger Besucher, die sich mit nasser Kleidung auf die Möbel in der Sole-Gastronomie gesetzt haben. Weil die persönliche Ansprache der Mitarbeiter nicht ausgereicht hatte, stellten die Verantwortlichen des Solebads Hinweisschilder auf.

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Ärger gibt es nun an anderer Stelle. Der Snackautomat im Familienbereich ist laut Wischnewski bereits fünf Mal ausgefallen, weil einige Besucher Eisstiele in den Münzschlitz gesteckt haben.

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