Überrascht? Es gibt einen Jungennamen, der in Werne 2020 so häufig vergeben wurde wie kein anderer. © Symbolbild Unsplash
Neugeborene

Beliebte Vornamen in Werne: Bei den Jungen liegt ein Name mit „L“ an der Spitze

Im Jahr 2020 haben sich die Werner Eltern bei der Namensgebung kreativ gezeigt. Die Hitliste der Jungennamen sieht völlig anders aus als noch 2019. Und sie hat einen alleinigen Spitzenreiter.

Im Jahr 2019 teilten sich bei den neugeborenen Jungen in Werne noch fünf Vornamen den Platz an der Sonne. In der Hitliste lagen damals Ahmed, Ben, Henri/Henry, Nick und Till gleichauf an der Spitze. Für das Corona-Jahr 2020 sieht die Lage in der Lippestadt anders aus. Denn es gibt, Stand 5. Januar, einen eindeutigen Sieger: Leon.

Vier Kinder haben in Werne im vergangenen Jahr diesen Namen bekommen. Das reicht für den alleinigen Platz 1 im Ranking der beliebtesten Vornamen. Auf dem zweiten Platz liegen Anton, Fritz, Jannis, Luca/Luka und Paul mit jeweils drei Nennungen. Jeweils zwei Kinder erhielten von ihren Eltern den Namen Alex/Alexander, Elias, Jonas, Jonathan, Joshua, Moritz und Ryan.

Werne folgt bei Jungennamen nicht dem Deutschland-Trend

Damit folgt Werne nur bedingt dem deutschlandweiten Trend. Übereinstimmungen gibt es hier nämlich nur beim Namen Elias, der in Deutschland 2020 auf Platz 6 landet sowie eben bei Leon (Platz 5). Deutschlandweit teilen sich 2020 die Namen Noah, Ben und Matteo die Tabellenführung.

Beschränkt man die Statistik auf Mehrfachnennungen, dann wird zudem deutlich: Bei der Namenswahl haben sich die Werner Eltern auch keinesfalls an der Werner Rangliste aus 2019 orientiert. Denn: Weder Elias noch Leon tauchten damals unter den beliebtesten Vornamen für Jungen auf. Einzig und allein Paul schaffte es sowohl damals als auch heute überhaupt ins Ranking der Lippestadt.

Was außerdem auffällt: Mit Anton und Fritz haben die Werner Eltern ihren Kindern Namen gegeben, die in der jüngeren Vergangenheit – wenn überhaupt – eher die Ausnahme darstellten und daher fast schon eine historische Note aufweisen. Das passt zur Theorie von Knud Bielefeld. Der Hamburger Namensforscher sagt: Vornamen werden generell nach einem bestimmten Zyklus vergeben – und die Namen der Urgroßeltern sind keineswegs negativ behaftet.

Ein Blick in die alten Standesbücher im Werner Stadtarchiv bestätigt das. Wer beispielsweise das Jahr 1906 aufschlägt, der findet dort unter anderem Anton auf Platz 8. Die meisten Jungen – stolze 23 – erhielten in besagtem Jahr in der Lippestadt übrigens den Namen Heinrich. Vielleicht auch ein netter Tipp für werdende Eltern in 2021.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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