Die Dauerbaustelle an der Horster Straße in Werne, hier an der Einmündung St. Johannes, erhitzt weiter die Gemüter. © Jörg Heckenkamp
Straßenverkehr

Baustellen-Ärger an Horster Straße geht weiter: Arbeiten verzögern sich erneut

Immer wieder Ärger an der Horster Straße in Werne. Die aktuelle Baustelle sollte eigentlich längst Geschichte sein. Ist sie aber nicht. Und ein bisschen werden sich die Anwohner wohl noch gedulden müssen.

Der Ärger bei den Anwohnern der Horster Straße in Werne geht weiter. Schon seit Monaten strapaziert eine Baustelle zwischen der Straße St. Johannes und der Bergstraße die Nerven der Bürger. Der Grund: Tiefbauarbeiten, deren Fertigstellung sich nun nochmals verzögert. Angefangen hatte der Ärger bereits im Oktober 2020. Da hatte ein Wasserrohrbruch dazu geführt, dass sowohl die Horster Straße als auch die parallel verlaufende Goerdelerstraße zu Einbahnstraßen umfunktioniert wurden.

Auch, weil sich der Versorger Westnetz nach den Reparaturen durch Gelsenwasser dazu entschloss, die geplante Erneuerung der Gas- und Stromleitungen vorzuziehen. In etwa nach dem Motto: Wenn die Fahrbahn ohnehin schon offen ist, dann nutzen wir die Gunst der Stunde.

Erst Verkehrschaos, dann ungesicherte Baustelle und Zeitverzug

Was folgte, war zunächst ein Verkehrschaos. Anwohner berichteten unserer Redaktion unter anderem von Paketboten, die den Weg zum Empfänger wegen der schlechten Verkehrsumleitung nicht finden würden. Im Dezember erreichte uns zudem die E-Mail eines besorgten Anwohners, der den teils ungesicherten Zustand der Baustelle dokumentiert hatte. Das Gefahrenpotential sei groß, immer wieder komme es zu Vandalismus – und die Stadt habe trotz mehrfachem Hinweis nicht reagiert, hieß es.

Und wie ist die Lage jetzt? Eigentlich sollte die Baustelle längst Geschichte sein. Doch das Bild, das sich am Freitag (5. Februar) vor Ort abzeichnet, spricht eine andere Sprache. Absperrungen, Baustellenampel, Baufahrzeuge, Dixi-Klo – alles noch da. Inklusive genervter Autofahrer und Anwohner. Und das obwohl spätestens Ende Januar alles wieder in bester Ordnung sein sollte, wie Michael Laschitza von der Abteilung Straßen und Verkehr bei der Stadt Werne auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt.

Baustellenfahrzeuge und Absperrrungen sollten hier eigentlich schon längst verschwunden sein. Sind sie aber nicht.
Baustellenfahrzeuge und Absperrrungen sollten hier eigentlich schon längst verschwunden sein. Sind sie aber nicht. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Auf den Bürger-Hinweis aus dem Dezember habe man allerdings längst reagiert und seither auch keine weiteren Beschwerden erhalten. Den Ärger darüber, dass sich die Bauarbeiten länger hinziehen als geplant, könne er nachvollziehen: „Aber bei solchen Baumaßnahmen tritt eben immer mal wieder etwas auf, was man vorher nicht einkalkulieren kann.“

Genau das sagt auch Bauleiter Guido Otremba: „Und wir sind auch selbst nicht erfreut darüber, dass es so lange dauert.“ Dass im Falle der Horster Straße gleich drei Gewerke tätig sind beziehungsweise waren, mache die Planung und Ausführung keineswegs einfacher. Im Gegenteil. Und der tatsächliche Zustand der vorhandenen maroden Leitungen sowie erschwerte Bedingungen beim Um- und Anbinden der Gasleitungen täten ihr Übriges.

Er rechne jedoch damit, dass man in der übernächsten Woche die Hauptgasleitungen umbinden könne. „Dann müssen wir aber auch noch mal in jedes Haus rein“, so Otremba. Spätestens Mitte März wolle man mit der gesamten Maßnahme fertig sein. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. „Wenn wir Minustemperaturen haben, dann werden wir wohl nicht arbeiten dürfen, weil die Frostgefahr zu groß ist.“

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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