Band Red Ivy aus Werne erlebte speziellen ersten Auftritt in der Corona-Krise

dzBand-Auftritt in der Corona-Krise

Nach monatelanger Pause hat die Band Red Ivy aus Werne wieder einen Live-Auftritt gefeiert. Der fand unter Corona-Bedingungen und unter besonderer Atmosphäre statt. Die Stimmung war dennoch gut.

Werne

, 26.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf diesen Moment hat die Band Red Ivy monatelang warten müssen: Am Samstag, 22. August, konnten die fünf Musiker Hannah Wetter, Tobias Schroer, Benedikt Schulz, Felix Möller und Jean-Michel Kellermann endlich wieder einen Live-Auftritt geben. Bei der Veranstaltungsreihe „Summer Events“ am Hafen in Münster gehörte der Alternative-Rock-Band für 45 Minuten die Bühne.

„Es war schon ein komisches Gefühl, weil man doch aufgeregter war als sonst. Da fehlt einem dann doch ein bisschen die Auftritts-Routine“, erzählt Hannah Wetter (23). Bevor die Fünf auf die Bühne gingen, erledigten sie die typischen Aufgaben wie Aufbau der Instrumente und finaler Soundcheck.

Tanzen vor der Bühne nicht erlaubt

Als sie mit ihrem 45-minütigen Auftritt starteten, stieg die Aufregung. „Es war dieses Mal einfach schwer einzuschätzen, wie die Stimmung sein wird“, erzählt die Sängerin. Denn der Auftritt nach langer Pause fand mit strikten Regeln für die Zuschauer statt.

Pro Tisch waren zehn Zuschauer erlaubt. Sie mussten an den festen Plätzen bleiben, abgesehen vom Gang zur Toilette oder zur Bar. An den zugewiesenen Plätzen war das Tanzen erlaubt. Direkt vor die Bühne durften die maximal 100 Zuschauer allerdings nicht.

Die fünf Musiker von Red Ivy fingen als Schülerband des St.-Christophorus-Gymnasiums an (v.l.): Felix Möller, Tobias Schroer, Jean-Michel Kellermann, Hannah Wetter und Benedikt Schulz.

Die fünf Musiker von Red Ivy fingen als Schülerband des St.-Christophorus-Gymnasiums an (v.l.): Felix Möller, Tobias Schroer, Jean-Michel Kellermann, Hannah Wetter und Benedikt Schulz. © Red Ivy

Red Ivy von der Stimmung überrascht

Eine besondere Situation für die Band, die gern im engen Kontakt mit dem Publikum steht. „An den Plätzen wurde aber viel getanzt. Wir hätten nicht gedacht, dass die Stimmung so gut sein wird“, sagt Hannah Wetter. Etwa 70 Zuschauer hätten ihren Auftritt verfolgt, so die Sängerin.

Und von einigen gab es gleich im Anschluss an das Konzert positive Rückmeldungen. Der Zuspruch tut Red Ivy gut. Vor allem in dieser speziellen Phase der Corona-Krise.

Corona-Krise ist für die Band eine schwierige Zeit

„Es wird weiter schwierig für uns bleiben, weil es nur wenige Angebote im Umkreis gibt. Und die Open-Air-Veranstaltungen gehen ja bald zu Ende. Da ist es schon einfacher, unter Corona-Bedingungen zu spielen. Mal wieder in einem Club zu spielen, danach sieht es momentan ja überhaupt nicht aus“, sagt Hannah Wetter. Umso wichtiger war der Auftritt in Münster für die einstige Schülerband des St.-Christophorus-Gymnasiums.

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Im August 2019 feierte die Band mit Mitgliedern aus Werne, Selm, Lünen und Dortmund ihren bislang größten Auftritt. Vor etwa 1000 Zuschauern eröffnete die Band das Open-Flair-Festival in Eschwege. Die fünf Musiker hatten sich im Vorfeld mit einem Online-Voting gegen 1000 andere Newcomer-Bands aus ganz Deutschland durchgesetzt.

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