Die Band Red Ivy aus Werne hat das Musikvideo zu ihrer neuen Single „Sweet Dream“ unter besonderen Bedingungen im Bandraum aufgenommen. Dafür mussten Hannah Wetter aus Werne und ihre Bandkollegen jeweils allein vor der Kamera stehen. © Red Ivy
Musik in Corona-Krise

Band Red Ivy aus Werne bringt neue Single und Musikvideo im Lockdown raus

Neue Musik von der Band Red Ivy aus Werne: Die neue Single „Sweet Dream“ soll erinnern an vergessene Momente. Auch ein Musikvideo wurde produziert - allerdings unter erschwerten Bedingungen.

Es wird schon wieder hell, die Party ist gerade zu Ende, der Heimweg kann sich sehr lang anfühlen. An diese Momente, die viele junge Menschen in der Corona-Krise vermissen, erinnert die Werner Band Red Ivy in ihrer neuen Single „Sweet Dream“, die am Freitag, 12. Februar, veröffentlicht wurde.

„Mit dem Song soll man in Erinnerungen schwelgen. Damit wollen wir positive Energie versprühen“, sagt Hannah Wetter (23), die Sängerin der Band. Das Lied, das die Band immer mal wieder bei Live-Auftritten vor Publikum präsentiert hat, wurde ganz bewusst jetzt in der Corona-Krise als nächste Veröffentlichung ausgesucht.

Bandmitglieder drehen neues Musikvideo – jeweils allein

Die Aufnahmen dazu fanden virtuell statt. „Das war relativ unkompliziert. Im Zweifel wurde jeder alleine aufgenommen und das Ganze wurde dann zusammengeschnitten“, erzählt Hannah Wetter. Die Produktion des Musikvideos zur neuen Single allerdings stellte sich als ganz neue Herausforderung für die einstige Schülerband des St.-Christophorus-Gymnasiums heraus.

„Mit jeweils maximal zwei Personen im Raum wurden die Aufnahmen nacheinander aufgezeichnet. Man hat also ganz alleine seinen Teil gedreht. Das war richtig spannend, dann das erste Mal das ganze Video zu sehen, weil man ja nicht wusste, was die anderen so vor der Kamera getrieben haben“, erzählt die Sängerin.

Neue Herausforderung für Werner Band

Zum ersten Mal hat Red Ivy unter diesen besonderen Bedingungen und „extrem separiert“ ein Video gedreht. Aufgezeichnet wurde es im eigenen Band-Raum mithilfe von zwei verschiedenen Kulissen – davon ein Greenscreen, auf dem nachträglich im Hintergrund Videos hinterlegt wurden.

Mit dem Endergebnis sind die Bandmitglieder zufrieden. „Das ist wirklich sehr gelungen. Man denkt nicht direkt an Corona und daran, dass das Video zusammengeschnitten wurde“, sagt Hannah Wetter. Es sei erstaunlich lebendig geworden. „Es ist auch viel gute Laune dabei. Wir haben auch alleine getanzt vor der Kamera. Das ist ja auch manchmal zu Zweit einfacher“, sagt Hannah Wetter mit einem Schmunzeln.

Dieser Zusammenhalt trägt die Band Red Ivy auch durch die schwierige Corona-Zeit, in der es seit einem Jahr kaum einen Auftritt gegeben hat. „Es herrscht eine überraschend positive Stimmung. Wir fangen uns gegenseitig auf. Regelmäßig treffen wir uns über Zoom“, erzählt Hannah Wetter.

Jean-Michel Kellermann während des Videodrehs
Jean-Michel Kellermann während des Videodrehs © Red Ivy © Red Ivy

Per Videokonferenz teilen sich die Bandmitglieder Hannah Wetter, Tobias Schroer, Felix Möller, Benedikt Schulz und Jean-Michel Kellermann auch die Kontaktaufnahme zu Veranstaltern und Clubs auf. Sie schreiben die Verantwortlichen an, um sich für mögliche, zukünftige Auftritte ins Gespräch zu bringen. „Im Moment steht noch alles in den Sternen. Die Festivalsaison steht noch auf ganz wackeligen Beinen. Wir erwarten nicht, dass wir etwas planen können“, sagt Hannah Wetter.

Bandprobe per Videokonferenz schwierig

Musik machen sie dennoch weiterhin. Das allerdings oft alleine. Denn eine Bandprobe mit allen Mitgliedern per Videokonferenz ist aufgrund der versetzten Videoübertragung schwierig. „Felix und Jean-Michel wohnen zusammen. Das ist schon mal ganz praktisch. Und Tobi und ich setzen uns dann separat zusammen“, gibt die Sängerin ein Beispiel.

Mithilfe eines Greenscreen wurde das neue Musikvideo aufgenommen und am Ende zusammengeschnitten.
Mithilfe eines Greenscreen wurde das neue Musikvideo aufgenommen und am Ende zusammengeschnitten. © Red Ivy © Red Ivy

Neben der Vermarktung ihrer neuen Single „Sweet Dream“, die es seit Freitag auf allen gängigen Streaming-Plattformen wie etwa Spotify oder Apple Music gibt, sollen auf diese Weise dann bald auch wieder ganz neue Songs geschrieben werden, verrät Hannah Wetter. Und die will die Band Red Ivy möglichst bald auch wieder live vor einem Publikum präsentieren.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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